Donnerstag, 03.12.2020

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Baden-Württemberg beschließt nächtliche Ausgangssperren für Hotspots

Regelung gilt für Kreise mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - vor 6 Stunden

+++ Die baden-württembergische Landesregierung einigte sich am Donnerstag auf nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kreisen mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Staatsministerium mitteilte. Die Details will das Sozialministerium in einem Erlass regeln. Die Regelung besagt, dass Bürger künftig nachts nur noch mit triftigen Gründen das Haus verlassen dürfen.

+++ Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat am Donnerstag den Hotspot Passau besucht, in dem die Inzidenzzahl vor wenigen Tagen auf über 500 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen gestiegen war. Beim Besuch in Passau vergewisserte sich Söder, dass der Aufbau der Impfzentren vor Ort wie geplant laufe. Er zeigte sich optimistisch und erfreut, dass wie vorgesehen die Arbeit der Impfzentren am 15. Dezember beginnen könne.

+++ Vor allem jedoch äußerte der Ministerpräsident ernste Worte. Die Ferien dürften kein Risiko werden, auch an Silvester müsse die Zahl der Kontakte reduziert werden. Es müsse jeder einzelne Fall nachverfolgt werden können, so Söder. Besonders in Alten- und Pflegeheimen versprach Söder eine noch bessere Ausstattung mit Schnelltests und FFP2-Masken.

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Bekämpfung der weltweiten Pandemie: Diese Corona-Regeln gelten nun bundesweit

Die weltweite Corona-Pandemie - sie hat auch Franken und die Region heftig im Griff. Um die explodierenden Infektionszahlen einzudämmen, haben sich Bund und Länder am Montag auf weitere Maßnahmen geeinigt - diese Regeln gelten von jetzt an bundesweit:


+++Die Zahl der neuen Corona-Fälle in Deutschland muss aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich stärker gesenkt werden, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bekommen. „Die Lage bleibt weiter sehr angespannt“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Auch nach den Beschränkungen der vergangenen Wochen, die die Fallzahlen als ersten Erfolg stabilisiert hätten, seien sie immer noch zu hoch. „Sie sinken nicht spürbar.“ Die Gesundheitsämter seien zusehends erschöpft und schafften es nicht mehr zu ermitteln, wo sich Betroffene angesteckt haben.

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Studie zeigt: Das sind die sieben Corona-Symptome

Ein Forschungsteam der Medizinischen Universität Wien kam zu dem Ergebnis, dass es eine Covid-19-Infektion mit mildem Verlauf offenbar in verschiedenen Verlaufsformen gibt. Bei der Untersuchung von 200 Erkrankten im Rahmen der Studie konnten insgesamt sieben Gruppen mit unterschiedlichen Erkrankungsformen ermittelt werden. Lesen Sie in unserer Bildergalerie, welche Symptomgruppen ermittelt wurden.


+++ In Deutschland wurden laut RKI nun 22.046 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet – etwas weniger als am Donnerstag der Vorwoche mit 22.268. Mit 479 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages gab es jetzt den zweithöchsten Stand seit Beginn der Pandemie.


Corona-Zahlen: Warum sich die Angaben manchmal unterscheiden



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nb, dpa, epd

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