17°

Samstag, 20.07.2019

|

zum Thema

Eurofighter-Absturz: Sind solche Übungsflüge notwendig?

Erst Mitte nächster Woche sollen Ergebnisse der Flugdatenschreiber vorliegen - 26.06.2019 09:58 Uhr

Nossentin: Ein Soldat steht an einer Straßensperre nahe eines Waldgebietes. Die Ermittlungen zur Ursache des Absturzes laufen noch. © Daniel Bockwoldt, dpa


Nach der Kollision zweier Eurofighter-Kampfjets über der Ferienregion Mecklenburgische Seenplatte geht die Suche nach den Ursachen weiter. Bei Luftkampfübungen waren die Maschinen am Montag zusammengestoßen und mehrere Kilometer voneinander entfernt abgestürzt. Beiden Piloten gelang es zwar noch, die Schleudersitze zu aktivieren. Doch wurde ein Pilot getötet. Der zweite überlebte das Unglück und wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Bilderstrecke zum Thema

Zwei "Eurofighter" stoßen zusammen: Nur ein Pilot überlebt

Über Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Kampfflugzeuge der Luftwaffe in der Luft zusammengestoßen. Beide stürzen ab. Am Ende überlebt nur einer der Piloten das Unglück - die Politik zeigt sich in Trauer und Bestürzung.


Beide Flugdatenschreiber der abgestürzten Eurofighter wurden am Dienstag gefunden und geborgen. Nun müssen die Daten ausgewertet werden, Experten erhoffen sich wichtige Hinweise. Die beiden abgestürzten Jets gehörten zum Luftwaffengeschwader 73, das in Laage bei Rostock stationiert ist.

Seit Montagabend sind etwa 300 Soldaten in der Region im Einsatz, um Wrackteile zu sichern. Am Mittwoch werde die Suchmannschaft auf 500 Kräfte aufgestockt, sagte der Chef des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern, Brigadegeneral Gerd Kropf. Er äußerte die Ansicht, dass Mitte nächster Woche Ergebnisse zu den Unfallursachen vorliegen werden.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) äußerte sich zurückhaltend zu Forderungen, Übungsflüge der Luftwaffe in der Tourismusregion Mecklenburgische Seenplatte einzuschränken oder gar einzustellen. Diese waren nach dem Absturz erneut aufgekommen. "Ich kann verstehen, dass nach so einem Unglück diese Diskussionen wieder aufflammen. Ich glaube aber, dass es zunächst sehr wichtig ist, dass die Unfallursache untersucht wird, dass schnell aufgeklärt wird, woran hat es gelegen", sagte Schwesig am Dienstagabend bei einem Besuch in Nossentin. Dort war einer von zwei Kampfjets nach der Kollision abgestürzt und der Pilot gestorben.


Nach Eurofighter-Absturz: Wrackteil direkt neben Kindergarten gefunden


Im Ergebnis der Untersuchungen müsse auch geklärt werden, ob bei den Übungsflügen andere Sicherheitsstandards nötig seien. Zu den Forderungen zahlreicher Kommunalpolitiker der Region und von Oppositionsparteien nach einem Ende der Tiefflüge wollte sich Schwesig nicht direkt äußern. 

dpa

10

10 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Politik