In Bayern soll es bald 100 Wasserstoff-Tankstellen geben

29.5.2020, 13:01 Uhr
Gerade mal 17 Wasserstofftankstellen gibt es aktuell in Bayern. Mit einer Förderung von 50 Millionen Euro will der Freistaat nun dem alternativem Treibstoff Anschub geben.

Gerade mal 17 Wasserstofftankstellen gibt es aktuell in Bayern. Mit einer Förderung von 50 Millionen Euro will der Freistaat nun dem alternativem Treibstoff Anschub geben. © Sebastian Gollnow/dpa

In den nächsten Jahren sollen bayernweit 100 Tankstellen für Wasserstoff (H2) entstehen, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bei der Vorstellung des bayerischen Wasserstoffkonzeptes in Nürnberg. Derzeit sind nur 17 in Betrieb, vier weitere im Bau, unter anderem im Hafengebiet Nürnberg. Die Landesregierung habe dafür ein Förderprogramm im Volumen von 50 Millionen Euro aufgelegt.


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Noch in diesem Jahr soll erstmals bayerische Brennstoffzellen-Technologie in einem umgebauten Lastwagen auf die Straße kommen, skizzierte Aiwanger. Im Jahr 2021 soll dann in Erlangen die erste Tankstelle für flüssigen Wasserstoff (LOHC) entstehen.

"Made in Bavaria soll zum Wasserstoff-Gütesiegel werden", erklärte Aiwanger. Der Freistaat hat im September 2019 in Nürnberg das Zentrum Wasserstoff Bayern (H2.B) gegründet, mit dem Ziel den alternativen Treibstoff zur Marktreife zu bringen. Wasserstoff eigne sich vor allem auch, um anderswo über erneuerbare Energieträger erzeugte Energie nach Bayern zu transportieren. Dem Wasserstoffbündnis gehörten 30 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft an.

"Energieträger der Zukunft"

Grüner Wasserstoff sei der Energieträger der Zukunft, sagte der Minister. "Um unsere Klimaziele zu erreichen, brauchen wir die Energie- und Mobilitätswende. Wasserstoff kommt dabei eine besondere Rolle zu, weil er sich auf viele verschiedene Arten emissionsfrei nutzen lässt", betonte er. Dadurch trage Wasserstoff dazu bei, Industrie, Verkehr und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen.

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