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Kommentar zu Politikern und ihren Maskendeals: Es ist eine Schande

Die Betroffenen sollten sich schleunigst aus dem Parlament verabschieden - 07.03.2021 14:27 Uhr

Zwei Bundestagsabgeordneten wird vorgeworfen, in dubiose Geschäfte mit Masken verwickelt zu sein.

06.03.2021 © Christian Ohde via www.imago-images.de, imago images/Christian Ohde


Zu den straf- und steuerrechtlichen Aspekten der Maskengeschäfte sollen Staatsanwaltschaften und Gerichte in aller Ruhe ermitteln. Es ist gar nicht nötig, dass man da jetzt schon etwas vorwegnimmt. Alleine das, was die beiden bisher betroffenen Abgeordneten selbst zugeben, reicht aus, um ihr Verhalten aus ethischer Sicht zu verdammen.


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Im Frühjahr vergangenen Jahres, als Deutschland während der ersten Phase der Corona-Pandemie in größter Not war, haben sich nach bisherigen Erkenntnissen zwei Abgeordnete für Vermittlungsdienste bezahlen lassen. Sie verdienten prächtig daran, dass dringend benötigte Masken für die Bevölkerung beschafft werden konnten.

Wie muss ein Mensch eigentlich gestrickt sein, wenn er über 10.000 Euro an Diäten im Monat erhält und dann noch mit einer sechsstelligen Summe am Katastrophenschutz (etwas anderes war es nämlich nicht) profitieren will? Gier ist dafür sicher nicht der falsche Begriff.


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Das Bedauerliche über die Einzelfälle hinaus: Sie zerstören das Vertrauen in die gesamte Politik. Die weitaus meisten Abgeordneten, die nicht im Traum an ein derartiges Verhalten denken, werden dafür in Sippenhaft genommen. Dass die Betroffenen nicht sofort freiwillig aus dem Parlament ausschieden, macht die Sache nur noch schlimmer.

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