Nabel der EU liegt bald auf einem fränkischen Acker

28.1.2020, 18:34 Uhr
Ein Weg führt zu einer rund gepflasterten Stelle auf einem Feld nahe des Ortsteiles Gadheim. Die Anlage markiert den neuen geografischen Mittelpunkt der Europäischen Union.

© Karl-Josef Hildenbrand, dpa Ein Weg führt zu einer rund gepflasterten Stelle auf einem Feld nahe des Ortsteiles Gadheim. Die Anlage markiert den neuen geografischen Mittelpunkt der Europäischen Union.

9 Grad, 54 Minuten, 7 Sekunden östlicher Länge und 49 Grad, 50 Minuten, 35 Sekunden nördlicher Breite - so lauten nach Berechnungen des Nationalen Geografischen Instituts Frankreichs (IGN) die Koordinaten für die Stelle auf einem Feld in Unterfranken. In Gadheim, einem Ortsteil der Gemeinde Veitshöchheim, ist die Aufregung allerdings nicht mehr groß. An drei Fahnenmasten hängen längst die Flaggen von Veitshöchheim, Deutschland und der Europäischen Union - schließlich schieben die Briten den Brexit seit Jahren vor sich her. Mit dem EU-Austritt in der Nacht zum 1. Februar verlagert sich der geografische Mittelpunkt der EU zwar, bleibt aber in Unterfranken. Bisher liegt er im Ort Westerngrund bei Aschaffenburg.

Das ING berechnet den Mittelpunkt anhand der EU-Grenzen. Dazu bestimmt sie den sogenannten Flächenschwerpunkt. Würde man die Konturen der Fläche auf eine Platte übertragen, sie aussägen und an einer Schnur aufhängen, wäre diese Platte im berechneten Mittelpunkt perfekt ausbalanciert.

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