Mundraub erwünscht

Diese Karte zeigt, wo Sie Äpfel, Kirschen und Co. pflücken dürfen

30.6.2022, 11:43 Uhr
Auch in der Region sind zahlreiche Orte zum Selberpflücken markiert.

© Jens Kalaene/dpa/ZB/Symbolbild Auch in der Region sind zahlreiche Orte zum Selberpflücken markiert.

Wer heute einen Apfelbaum vom Straßenrand nascht, ohne den Eigentümer um Erlaubnis zu fragen, kann sich im schlimmsten Fall juristischen Ärger einhandeln – denn dabei handelt es sich meist um Diebstahl.

Doch nicht alle der Millionen Obstbäume im Land befinden sich in Privatbesitz. Egal ob Kirschbäume, die entlang von Straßen gepflanzt werden, Beerensträucher im Wald oder Apfelbäume in Parkanlagen – für eifrige Sammler gibt es allerhand zu holen. Nur herauszufinden, wo genau gepflückt werden kann und darf, ist gar nicht so leicht.

Genau hier kommt die Community des Netzwerks "mundraub" ins Spiel. Die Mitglieder teilen die Standorte von Obstbäumen, Sträuchern, Kräutern und Nüssen mit anderen Obst- und Gemüsefans. So entsteht eine detaillierte, interaktive Karte, auf der wildwachsende Pflanzen verzeichnet sind, an denen Sie sich bedienen können. Wer in Nürnberg Kirschen pflücken will, kommt aktuell beispielsweise auf elf Treffer, hat also einiges an Auswahl.

Auf der Karte werden die Fundorte mit anderen Nutzern geteilt.

Auf der Karte werden die Fundorte mit anderen Nutzern geteilt. © mundraub.org

Ein Klick auf den jeweiligen Fundort öffnet eine kurze Beschreibung, oft inklusive Fotos. Einzige Bedingung der Betreiber: Dass die Mundräuber behutsam mit der Natur umgehen und kein fremdes Eigentum entwenden. Auch in Franken sind zahlreiche Punkte markiert. Die Karte ist online abrufbar und außerdem in der Zero-Waste-App integriert.

Verwandte Themen


Keine Kommentare