Kann zu Schaden führen

Trotz Energiesparen: Diese Geräte sollten Sie nicht vom Strom trennen

Johanna Michel

Online-Redaktion

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4.11.2022, 16:37 Uhr
Um Strom zu sparen, stecken Bürgerinnen und Bürger gerne die Haushaltsgeräte ab. Es gibt aber auch Geräte, bei denen das eher vermeidet werden sollte. (Symbolbild)

© Oliver Berg/dpa Um Strom zu sparen, stecken Bürgerinnen und Bürger gerne die Haushaltsgeräte ab. Es gibt aber auch Geräte, bei denen das eher vermeidet werden sollte. (Symbolbild)

Dass durch das Abschalten und Ausstecken von Geräten im Haushalt Strom gespart wird, ist goldrichtig. Allerdings gibt es Geräte, bei denen es weniger ratsam ist, da ein Ausfall des Geräts oder der später anstehende Neustart zu Problemen führen kann.

So ist es beispielsweise bei Tintenstrahldruckern, weiß das Online-Magazin Techbook. Wird ein Tintenstrahldrucker nach jeder Nutzung vom Strom genommen, verursacht dies unnötige Kosten. Denn: Ein Tintenstrahldrucker muss nach jedem Neustart einen Druckkopfreinigungsstart durchführen - bei dem eine Menge Tinte verbraucht wird, die deutlich teurer ist, als der Strom, der in der Regel im Standby-Modus des Druckers benötigt wird.

Anders sieht das bei Laserdruckern aus. Sie verschwenden in der Tat sehr viel Strom - das kann auch im Standby-Modus der Fall sein. Der "Stromverbrauch im Bereitschafts-Modus sowie im Sleep-Modus" fällt allerdings unterschiedlich stark aus, kann laut Chip Online aber bei bis zu "verschwenderischen 80 Watt" liegen.

OLED und Smart-TVs

Ähnlich wie bei Druckern muss bei Fernsehgeräten unterschiedlich gehandelt werden. LCD-Geräte können laut Techbook bedenkenlos vom Strom genommen werden. Bei OLED-TVs (das steht für organische Leuchtdiode) sollten Sie aber vorsichtig handeln. Bei den Geräten kommt eine besondere Technik zur Anwendung: Statt durch eine Hintergrundbeleuchtung, leuchten die einzelnen Pixel selbst. Bei einem Neustart müssen sich diese alle einzeln regenerieren, was auf Dauer eine hohe Belastung bedeutet und zu Schäden führen kann.

Aus diesem Grund sollten OLED-TVs zumindest nicht direkt nach dem Ausschalten abgesteckt werden. Viele Geräte verfügen nämlich über eine Art Regenerationsprogramm, das nach Abschalten des TVs startet, um einem Einbrenneffekt vorzubeugen, erklärt Chip Online. Genaue Hinweise - etwa, wann genau dieses Programm startet oder wie lange es dauert - können beim jeweiligen Hersteller erfragt werden.

Bei Smart-TVs liegt das Problem des Absteckens darin, dass sie in der Nacht oftmals wichtige Software-Updates benötigen. Ist der TV abgesteckt, kann er diese nicht durchführen und wird mit der Zeit immer langsamer, was schlussendlich zu einer Beeinträchtigung der Funktionsweise führen kann.

Abhängig vom WLAN-Router

Wie bereits erklärt, benötigen Smart-TVs des Öfteren Updates - dazu ist eine bestehende Verbindung mit dem WLAN nötig. Auch andere Geräte, wie beispielsweise Smartphones, brauchen eine stetige Verbindung zum Internet, um ebenfalls Updates durchführen zu können. Wird der WLAN-Router aber vom Strom genommen, kann diese Verbindung nicht gewährleistet und die neuen Funktionen auf den Endgeräten nicht installiert werden. Dem WLAN-Router an sich schadet es laut t-online aber prinzipiell nicht, wenn er abgesteckt wird.

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