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Verstopfter Abfluss: Was hilft jetzt wirklich?

Simone Madre
Simone Madre

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29.6.2022, 19:40 Uhr
Bei einem verstopften Abfluss können Hausmitteln, wie etwa Backpulver und Essig, eine erste Lösung bieten. 

© Semevent, Pixabay, LizenzCC Bei einem verstopften Abfluss können Hausmitteln, wie etwa Backpulver und Essig, eine erste Lösung bieten. 

Wenn der Küchenabfluss verstopft ist, bilden sich häufig unangenehme Gerüche und das Wasser kann nicht mehr wie gewohnt ablaufen. Waschbecken, Spüle, Dusche oder Badewanne können nicht mehr richtig benutzt werden. Dies ist für die Bewohner äußerst ärgerlich, der Komfort ist eingeschränkt.

Damit das nicht passiert, können die Bewohner den verstopften Abfluss häufig schnell mit den richtigen Hausmitteln wieder von Verschmutzungen befreien. Egal, ob Abflüsse in der Küche, im Badezimmer oder der Dusche verstopft sind - hier erfahren Sie was bei verstopften Abflüssen hilft, was die häufigsten Gründe für einen verstopften Abfluss sind und wie man diese am besten vorbeugen kann.

Verstopfter Abfluss: Was hilft?

Verstopfungen im Abfluss lassen sich meist schon mit einfachen Hausmitteln lösen, die jeder zuhause hat. Der Abfluss in der Küche ist fast immer in Dauerbetrieb und daher sind hartnäckige Verstopfungen leider keine Seltenheit. Aber welche Hausmittel helfen wirklich? Was kann man bei Abflussverstopfungen tun?

Spülmaschinentab

Die Bewohner entfernen einfach das Sieb des Abflusses und drapieren einen Spülmaschinentab auf der Öffnung des Abflusses. Anschließend gießen sie langsam heißes Wasser aus dem Wasserkocher über den Spülmaschinentab, bis sich dies vollständig aufgelöst hat. Anschließend kann man den Abfluss noch mit heißem Wasser nachspülen. Der Spülmaschinentab löst nicht nur Ablagerungen, sondern beseitigt auch die unangenehmen Gerüche.

Backpulver und Essig

Wenn kein Spülmaschinentab vorrätig ist, eignen sich auch Backpulver und Essig hervorragend als Hausmittel gegen Abflussverstopfungen. Denn Backpulver und Essig hat wohl jeder in seinem Haushalt. Dafür gibt man einfach 4 EL Backpulver oder Natron in den verstopften Abfluss und gießt anschließend eine halbe Tasse Essig hinterher. Durch die Reaktion der beiden Hausmittel beginnt die Mischung nach kurzer Zeit zu schäumen. Jetzt muss nur noch mit heißem Wasser nachgespült werden, sobald das Schäumen aufhört, und leichte Verstopfungen lösen sich ganz von allein auf.

Salz und Essig

Bei der Kombination aus Salz und Essig läuft es ähnlich wie bei der Backpulver-Essig-Mischung. Wenn man in einer Schüssel eine Tasse Salz mit einem Viertelliter Essig vermengt und die Mischung in den Abfluss gießt, lösen sich bestenfalls alle Verstopfungen wie durch Zauberhand. Anschließend sollte man den Abfluss wieder mit Heißwasser durchspülen, um Spüle, Waschbecken oder Dusche wieder einwandfrei zu benutzen.

Cola

Nicht von ungefähr gilt Cola nicht nur als beliebtes Erfrischungsgetränk, sondern auch vielseitiges Hausmittel. Doch kann man mit Cola auch die Verstopfungen im Abfluss lösen? Wenn noch Cola im Haushalt vorrätig ist, eignet sich diese optimal, um hartnäckige Verstopfungen im Abfluss zu lösen. Dafür verantwortlich ist die enthaltene Phosphorsäure, die mit den Ablagerungen im Abfluss reagiert und so die Verstopfungen löst. Wer mindestens einen Liter Cola in den Abfluss gießt und die Mischung einige Stunden einwirken lässt, hat gute Chancen, dass der Abfluss wieder frei ist. Danach kann wieder mit heißem Wasser nachgespült werden, um den verstopften Abfluss dauerhaft zu befreien.

Bei einer verstopften Toilette hilft Cola übrigens ebenfalls weiter. Wer eine Flasche Cola in die Toilette schüttet und über Nacht einwirken lässt, sorgt dafür, dass die Inhaltsstoffe des Getränks die Schmutzablagerungen und den Kalk zuverlässig lösen.

Spülmittel

Wer keine Cola im Haushalt hat, kann sich auch einfach mit Spülmittel weiterhelfen. Mit dem klassischen Reinigungsmittel kann man nicht nur Essensreste von Tellern und Geschirr entfernen, sondern auch das Abflussrohr in der Küchenspüle von Verstopfungen befreien. Dafür geben die Bewohner einfach ein so viel Spülmittel, wie in ein Schnapsglas passt, in den verstopften Abfluss und gießen kochendes Wasser direkt hinterher. Nach circa 15 Minuten Einwirkzeit kann danach mit klarem Wasser nachgespült werden.

Pömpel (Saugglocke)

Der altbewährte Pömpel löst Verstopfungen im Haushalt zuverlässig. Durch den entstehenden Unterdruck werden die Ablagerungen und Verschmutzungen regelrecht herausgesogen. Die Gummilippen sollten eng anliegen und keine Luft durchlassen.

Was löst Haare im Abfluss?

Befinden sich Haare im Abfluss, gibt es einige praktische Hacks, mit denen man diese ganz einfach entfernt. Denn nach dem Kämmen oder der Rasur bleiben häufig Haare im Waschbecken, die dann nach und nach den Abfluss verstopfen. Diese kann man nun entweder mit einer Pinzette, einer kleinen Zange, einer Spülbürste oder einer alten Zahnbürste entfernen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt – wichtig ist nur, dass die Haare möglichst vollständig aus dem Abfluss verschwinden. Wenn sich die Haare schon verknotet haben und das Siphon im Rohr verstopfen, sollte man mit den bewährten Hausmitteln vorgehen. Hier helfen erneut Essig-Natron-Mischungen, der Pömpel oder ein großer Schluck Cola.

Wie beugt man einem verstopften Abfluss am besten vor?

Spülmittel eignet sich auch für den präventiven Einsatz bei verstopften Abflüssen. Dafür müssen die Bewohner einmal wöchentlich einen Schluck Spülmittel in den Abfluss gießen und mit kochendem Wasser nachspülen. Denn dann werden bereits kleinste Rückstände gelöst, damit es niemals zu einem vollständig verstopften Abfluss kommt.

Doch wie oft sollte der Abfluss in der Küche oder im Badezimmer gereinigt werden? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn es kommt immer auch auf die Nutzung an. Empfehlenswert ist es jedoch, bei der Reinigung der Räume den Abfluss regelmäßig zu kontrollieren und zu reinigen. Somit wird vermieden, dass es zu hartnäckigen Verstopfungen kommt.

Mit den folgenden Tricks lassen sich verstopfte Abflüsse zudem vermeiden:

- Keine Essensreste im Spülbecken entsorgen

- Benutzung eines Abflusssiebs in der Küche

- Verwendung eines Haarsiebs im Waschbecken im Badezimmer und in der Dusche

- Bei Abflussventilen mit Flügelstopfen die Haare sofort entfernen

- einmal wöchentlich den Abfluss ein bis drei Minuten mit heißem Wasser durchspülen

- einmal monatlich die Haare aus den Abflüssen entfernen

Was sind die häufigsten Ursachen für einen verstopften Abfluss?

Generell sollten Essensreste nicht in der Spüle landen. Krümel vom Brötchen oder ähnliche Essensreste kann man problemlos im Mülleimer entsorgen, bevor es dann ans Spülen geht. Falls doch unbeabsichtigt etwas im Waschbecken landet, verhindert ein Sieb im Abfluss, dass die Essensreste sogleich den Abfluss verstopfen. Preiswerte Abflusssiebe gibt es aus Kunststoff oder Metall in allen gängigen Durchmessern. Verbraucher legen diese einfach von oben auf das Abflussventil. Zugleich sollte man niemals Speiseöle und Fette in den Abfluss gießen, da auch diese eine Verstopfung begünstigen. Ein häufiger Grund für Verstopfungen im Bad sind Haare im Abfluss.

Abfluss verstopft: Wer zahlt die Reinigung? Mieter oder Vermieter?

Die Kosten für die Reparatur einer Abflussverstopfung müssen Mieter nur dann tragen, wenn sie nicht auf den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache zurückzuführen ist. Wer seine Küchenspüle, Badewanne oder Dusche ganz normal benutzt, muss auch nicht für die Kosten des verstopften Abflusses aufkommen. Der Mieter haftet nicht, wenn das Abflussrohr beispielsweise durch Haare beim Baden oder Duschen verstopft ist. Liegt eine altersbedingte Verkalkung vor, kann er ebenfalls nicht zur Verantwortung gezogen werden. Der Vermieter muss dann die Kosten übernehmen.

Wenn die entstandenen Schäden aber auf eine unsachgemäße Benutzung zurückzuführen sind, muss der Mieter für die Schäden und Reparaturkosten eintreten. Deshalb heißt die Devise, dass Mieter nur Dinge in den Abfluss werfen sollten, die auch dort hineingehören. Doch meist sollten die Kosten für einen verstopften Abfluss sowieso überschaubar sein, wenn sich dieser mit den Hausmitteln lösen lässt.

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