Montag, 30.11.2020

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"Alles gesittet": Der Warnstreik beim ÖPNV zum Nachlesen

Beschäftigte warten weiter auf eine Einigung im Tarifstreit - 26.10.2020 17:22 Uhr

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Leere Haltestellen und Staus: Warnstreik in Nürnberg und Fürth

Zum dritten Mal in wenigen Wochen sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Nürnberg und Fürth lahmgelegt. Während in Fürth am Montag zumindest der Notverkehr fährt, müssen Pendler und Pendlerinnen in Nürnberg auf Auto, Taxi oder Fahrrad ausweichen. Die Bahnhöfe sind wie leergefegt, auf den Straßen dagegen wird es eng. Das befürchtete Chaos bleibt aber aus.


Die Fronten bleiben verhärtet, eine Einigung ist nicht in Sicht im Tarifkonflikt zwischen den Arbeitgebern und den Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr. Für den Montag hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Streiks aufgerufen, für die Region heißt das konkret: Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen bleiben in den Depots, lediglich S-Bahnen, Regionalzüge und Busse privater Verkehrsunternehmen können fahren.

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Warnstreik in der Region führt Ende September 2020 zu Stau und langen Wartezeiten

Volle Parkhäuser, verschlossene U-Bahn-Tore und Verkehrschaos im Stadtgebiet: Wegen eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi dauerte der Weg zur Arbeit oder Schule für zahlreiche Pendlerinnen und Pendler besonders lange.


In Nürnberg verzichtet die VAG auf einen Notfallfahrplan mit Bussen, wie er beim ersten Warnstreik vor rund einem Monat praktiziert wurde. Das Konzept habe sich nicht bewährt, da die Busse lange im Stau gestanden und zudem überfüllt waren - was gerade im Hinblick auf die steigenden Infektionszahlen bleiben U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse heute also im Depot.

Streikfahrplan in Fürth

In Fürth hingegen möchte die Infra mit einem Streikfahrplan immerhin im 30-Minuten-Takt und mit modifiziertem Nightliner-Netz fahren. Für das Mindestangebot sollen in erster Linie private Verkehrsunternehmen sorgen. Laut Mitteilung der Erlanger Stadtwerke AG war gestern noch unsicher, ob auch Erlangen bestreikt wird, inzwischen ist aber klar, dass die Universitätsstadt am Montag verschont geblieben ist. Wie es weitergeht, bleibt aber abzuwarten, ein Streik könnte Erlangen möglicherweise in den nächsten Tagen erwarten.

Auch in Bamberg wird gestreikt - und das sogar doppelt. "Die Gewerkschaft streikt erstmals an zwei aufeinander folgenden Tagen", geben die Stadtwerke Bamberg bekannt.

Welche Auswirkungen der Streik auf die Region haben wird, erfahren Sie in unserem Live-Ticker:

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Umfrage zum Warnstreik im ÖPNV: "Das nervt!"

Jetzt fehlt nur noch der Strohballen, der durch die Szenerie huscht. Wegen eines Warnstreiks des ÖPNV bleiben die Tore zur U-Bahnstation in ganz Nürnberg geschlossen, woanders verperren Flatterbänder den Weg zu Straßenbahn und Bussen. Die meisten Nürnberger sind vorbereitet und behelfen sich anderweitig, wie unsere Umfrage zeigt. Manch anderer jedoch ist planlos.


ama

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