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Bamberg singt für Italien: Das steckt hinter der Aktion

Musik verbindet: Bamberger wollen Zeichen für Zusammenhalt setzen - 19.03.2020 16:38 Uhr

Solidarität in Zeiten der Krise und die verbindende und völkerverständigende Wirkung, die Musik in solchen Tagen haben kann – diese Gedanken wollten die Initiatoren einer privaten musikalischen Aktion in der Bamberger Anna-Maria-Junius-Straße in der Zeit der Corona-Krise und den damit verbundenen Herausforderungen in die Welt tragen.

Hier geht's zum Video:

Ein Zeichen der Solidarität

Jürgen Pfister und ein Nachbar hatten die Idee, sich zusammenzutun, gemeinsam mit 30 Nachbarn und Anwohnern die italienische Partisanenhymne zu singen und damit einen Gruß nach Italien zu senden. Italien ist nach China das am stärksten von der Ausbreitung des Corona-Virus betroffene Land weltweit – die italienischen Bürger dürfen ihre Wohnungen bereits seit mehreren Tagen nur in Ausnahmefällen verlassen. "Unsere Straße wollte ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Italien – und auch in Spanien und Österreich – setzen.


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Dazu haben wir diese wunderbare italienische Idee gewählt, sich über die Straße hinweg mit Liedern aufzuheitern. Möge die Solidarität wachsen und das Virus schrumpfen!", so steht es unter dem mittlerweile über 230.000 Mal geklicktem und in den sozialen Netzwerken und sogar den italienischen Medien geteiltem YouTube-Video. 

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Große positive Resonanz 

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Das haben die Anwohner der Bamberger Anna-Maria-Junius-Straße mit ihrem Straßenkonzert geschafft. Die Aufnahme der von ihren Vordächern, aus den Fenstern und auf der Straße singenden und musizierenden Menschen erhielt viel Aufmerksamkeit und positiven Rückmeldungen: "Wir sind überwältigt von der Resonanz, die unsere Aktion vor allem in Italien hat. Viele YouTube-Kommentare aus Italien danken uns von Herzen und sehen eine neue Form der europäischen Solidarität, haben uns eingeladen oder wollen kommen und uns alle persönlich umarmen… Das überfordert uns gerade natürlich, weil die private Aktion eher durch Zufall in YouTube gelandet ist", so Tobias W., der die Aktion mitgefilmt und auf der Plattform hochgeladen hat.


 


Wichtig zu erwähnen ist den Initiatoren der Hinweis darauf, die momentane Lage ernst zu nehmen, das sei mehrfach von italienischen Betroffenen an Sie herangetragen worden – "was aber nicht bedeuten muss, dass man nicht das Beste aus der Zeit macht", so Tobias W. 

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Katja Kiesel

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