Landkreis Bamberg: Ausgangssperre fällt weg - Schulen und Kitas öffnen

19.2.2021, 14:09 Uhr
Landkreis Bamberg: Ausgangssperre fällt weg - Schulen und Kitas öffnen

© Felix Kästle/dpa

Für viele Corona-Lockerungen ist der Inzidenzwert entscheidend. Er gibt an, wie viele Neuinfektionen die Behörden in den vergangenen sieben Tagen registrierten. Damit in Bayern die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr aufgehoben werden kann, muss der Inzidenzwert sich binnen sieben Tagen unter 100 befinden.


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Da diese Bedingung nun auch der Landkreis Bamberg erfüllt, entfällt hier die Ausgangssperre ab Samstag um 0 Uhr, wie das Landratsamt Bamberg heute mitteilte. Bereits am Dienstag konnte die Stadt Bamberg die Beschränkung aufheben.

Einige Schulen dürfen öffnen

Bei derzeitigen Inzidenzwerten von 71,1 für die Stadt und 77,5 für den Landkreis Bamberg sowie einer derzeit stabilen Infektionslage geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sich die Werte über das Wochenende nicht entscheidend verschlechtern.

Aus diesem Grund dürfen am Montag, den 22. Februar, auch Kitas, Grund- und Förderschulen sowie weitere Abschlussklassen wie geplant öffnen - das gilt sowohl für die Stadt als auch für den Landkreis Bamberg.

Wie die Stadt Bamberg berichtet, gehen Kindertagesstätten und Tagespflegestellen in einen eingeschränkten Regelbetrieb. Somit findet die Betreuung der Kinder wieder in festen Gruppen statt - an den Hygieneplan müssen sich jedoch alle halten.

Auch Kinder aus anderen Kommunen betroffen

"Wir freuen uns sehr, dass wir voraussichtlich ab der kommenden Woche in den eingeschränkten Regelbetrieb in den Kitas wechseln können. Für die Familien bedeutet das in dieser schwierigen Zeit eine deutliche Entlastung", betont Bambergs zweiter Bürgermeister und Sozialreferent Jonas Glüsenkamp (Grüne).


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Im Verlauf der Zeit könnte es dazu kommen, dass eine der beiden Kommunen den erforderlichen Inzidenzwert überschreitet. Nach den Angaben der Stadt dürfen auch alle Gastkinder aus dem Landkreis kommen, selbst dann, wenn dort die 7-Tage-Inzidenz über 100 liegt und deshalb die Kitas und Tagespflegestellen nicht in den eingeschränkten Regelbetrieb übergehen dürfen. Ausschlaggebend ist nur der Standort der Kita oder der Tagespflegestelle.

Wenn eine Kommune den Inzidenzwert von 100 überschreitet, müssen die Kitas und Tagespflegestellen im Stadtgebiet erneut geschlossen werden. In diesem Fall soll die Notbetreuung erhalten bleiben. "Corona ist leider nicht planbar. Wir werden alles dafür tun, um die bestmöglichen Lösungen für Eltern und Einrichtungen zu erzielen", so Glüsenkamp.