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Corona: Diese Regeln gelten in Saunen und Schwimmbädern

Die Thermen dürfen mit bestimmten Auflagen wieder Besucher empfangen - 11.06.2021 05:36 Uhr

Wer in die Sauna möchte, muss Abstand halten. Außerdem wird die heiß-feuchte Aufgussluft nicht verwedelt.

12.06.2020 © KLAFS GmbH & Co. KG, obs


Ab wann öffnen die Thermen und Saunen wieder?

Bei einer Sieben-Tages-Inzidenz unter 100 gilt seit 7. Juni 2021 die 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung: Laut dieser ist die Öffnung von Freizeiteinrichtungen wie Solarien, Saunen, Bäder, Thermen, Freizeitparks, Indoorspielplätze und vergleichbare Freizeiteinrichtungen mit Infektionsschutz-Konzept wieder erlaubt. Die Franken-Therme in Bad Windsheim hat bereits am 8. Juni geöffnet; das Südstadtbad und das Langwasserbad in Nürnberg sowie das Palm Beach in Stein ziehen diesen Samstag nach. Das Fürther Mare wird voraussichtlich nicht vor Juli aufmachen, und auch in der Hersbrucker Fackelmann-Therme ist eine Öffnung noch nicht terminiert.

Braucht man für den Saunabesuch einen negativen Test?

Ein negativer Test muss für den Besuch der Sauna oder Therme vorgelegt werden, wenn die Inzidenz stabil über 50 liegt. Unter 50 ist also kein Test nötig.

Wie viele Gäste dürfen in die Therme?

Die Maximalzahl der gleichzeitig anwesenden Gäste ist - dem Rahmenkonzept der bayerischen Ministerien für Wirtschaft und Gesundheit zufolge - abhängig von der Anzahl der Schränke. Es dürfen die Hälfte bis höchstens zwei Drittel belegt sein. Es muss immer und überall der Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet sein, weshalb manche Bäder ihre Sammelumkleiden sperren. "Wir dürfen 750 Personen ins Bad lassen", sagt Ralf Heimann von der Franken-Therme in Bad Windsheim. Im Innen- wie Außenbereich seien die Liegen mit dem notwendigen Abstand versehen.

Wo muss man eine Maske tragen?

Eine Maske ist am Eingang, im Kassenbereich, in Fluren und Umkleiden verpflichtend. Im Schwimm- und Saunabereich sind keine Masken notwendig.


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Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr in der Sauna?

"Untersuchungen im Reagenzglas ergaben, dass das Corona-Virus bei 60 Grad abstirbt", sagt Dr. Jörg Steinmann, Leiter des Instituts für Klinikhygiene, Medizinische Mikrobiologie und Klinische Infektiologie am Klinikum Nürnberg. Zudem seien die Bäder gut belüftet, so dass sich wenig Aerosole bilden können, so der Arzt. Auch eine Übertragung des Virus im Wasser sei wegen des Chlors ausgeschlossen. Ein weiterer wichtiger Punkt laut Steinmann ist, dass die Teilnehmerzahl in den Saunen und Schwimmbecken begrenzt ist und es Hygienekonzepte gibt.

Etwas Sorgen mache er sich um die Wellnessbereiche in den Hotels, wo anders als in den öffentlichen Schwimmbädern keine regelmäßigen Kontrollen stattfinden, ob sich "die Gäste an Abstands- und weitere Hygieneregeln halten", erläutert Steinmann.

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Was ist in der Sauna zu beachten?

Die Saunen müssen auf mindestens 60 Grad aufgeheizt werden, die Gäste dürfen aber nicht - wie vor Corona - dicht an dicht schwitzen. Denn die Anzahl "der Schwitzenden ist abhängig von der Saunagröße begrenzt", sagt Ralf Heimann aus Bad Windsheim. "In unsere kleine Sauna dürfen statt 15 bis 20 Gäste bloß sechs, in die große Panoramasauna statt 70 nur 20." Es gilt, den Mindestabstand zu wahren. "Wir setzen da auf Eigenverantwortung", so Heimann, "allerdings verschieben unsere Gäste manchmal unsere ausgelegten Platzhalter." Die Dampfbäder und Infrarot-Kabinen bleiben in den Wellnessbereichen weiterhin geschlossen.

Im Nürnberger Südstadtbad gibt es drei Zeitfenster für den Saunabesuch, zu jedem sind 30 Gäste erlaubt, heißt es auf der Website. Aufgüsse finden hier keine statt.

Werden Aufgüsse gemacht?

Aufgüsse sind grundsätzlich erlaubt, in der Franken-Therme wird das etwa jede Stunde gemacht. Das Verwedeln der Luft ist allerdings verboten. "Hier handelt die Regierung offenbar aus Vorsicht, denn eigentlich stirbt das Virus in der heiß-feuchten Saunaluft. Aber die Untersuchungen im Reagenzglas laufen eben unter anderen Bedingungen ab", sagt Infektiologe Steinmann.


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