Sonntag, 16.05.2021

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Blitzmarathon der Erlanger Polizei: Mit Tempo 112 durch die Baustelle

Die Polizei ist im Stadtgebiet zufrieden, auf den Autobahnen aber alarmiert - 23.04.2021 14:29 Uhr

Mit Laserpistolen wurden in Erlangen auch Gurtverstöße und Handybenutzung am Steuer entdeckt und geahndet.

21.04.2021 © Angelika Warmuth, dpa


Im Radio wurden die Messstellen der Polizei am vergangenen Mittwoch minutenlang verlesen, trotzdem gingen am bundesweiten "Blitzmarathon" reihenweise Temposünder in die Radarfallen. "So gesehen war dieser Tag kein Erfolg – erfolgreich sind wir dann, wenn die Autofahrer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten", so ein Sprecher.

216 Beanstandungen auf den Autobahnen

Die Erlanger Verkehrspolizei, die die Autobahnen und Bundesstraßen in der Stadt und in den Landkreisen kontrollierte, hatte 216 Beanstandungen in 17,8 Messstunden gezählt. "Das waren für den reduzierten Verkehr aufgrund von Corona immernoch recht viele", so der Sprecher. Im Vergleich dazu wurden 2019 – 2020 fand aufgrund der Pandemie kein Blitzmarathon statt – 288 Verstöße in 27,3 Stunden festgestellt.

Der negative Höhepunkt fand auf der A3 am Autobahnkreuz Fürth/Erlangen in Fahrtrichtung Frankfurt statt: Hier raste ein Fahrzeug in den Unfallschwerpunkt Großbaustelle mit 112 km/h hinein – erlaubt waren an dieser Stelle 60. "Den Fahrer erwartet nun ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg sowie 160 Euro Bußgeld."

Handy am Steuer

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Wenn die Polizei Jagd auf Temposünder macht, entstehen auch mal Fotos, mit denen niemand rechnete: Ein knutschendes Pärchen oder ein Mann, der seinen Mittelfinger in die Kamera streckt - auch einige Vierbeiner hat es erwischt.


Im Stadtverkehr Erlangen hingegen hielten sich die Autofahrer überwiegend an die vorgegebenen Geschwindigkeiten. "Wir hatten lediglich minimale Vergehen", so Martin Taschner von der Erlanger Polizei. Diese nutzte Lasergeräte für die Messungen – und konnte durch die achtfache Vergrößerung mehrere Gurtverstöße feststellen. Auch eine Handynutzung am Steuer wurde so entdeckt.


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In Herzogenaurach waren an fünf Messstellen nur drei Autofahrer zu schnell. Einer fuhr bei erlaubten 70 km/h 97. Die Inspektion in Höchstadt beteiligte sich nicht an den Messungen. "Wir sind insgesamt zufrieden", so Taschner, "wir wurden gesehen und haben die Fahrer aufgerüttelt. Das war das Ziel."

chb/en

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