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Montag, 25.01.2021

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Erlangen: Händler können "Click & Collect" nutzen

Applaus für die Aktion ist bei manch Ladenbesitzer allerdings verhalten - 11.01.2021 05:39 Uhr

Mit einer Fahrradhupe können Kunden beim Blumengeschäft Pusteblume in Tennenlohe auf sich aufmerksam machen.

10.01.2021 © Foto. Anna Schneider


Nicole Standfest-Schneider, Inhaberin des Blumen- und Geschenkeladens "Pusteblume" in Tennenlohe, blickt positiv auf den erneuten Start von "Click & Collect". "Wie sind sehr, sehr dankbar, dass es weiter geht", sagt sie. "Das ist ein kleiner Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als nichts."

Während des Lockdowns war das in Bayern zeitweise untersagt. Jetzt genehmigt die Landesregierung den Service unter Auflagen wieder.

Versandkosten entfallen

Click & Collect bietet Kunden die Möglichkeit, die Produkte zunächst online zu recherchieren und zu kaufen. Die Abholung der Ware findet jedoch in einem stationären Einzelhandelsgeschäft statt. Diese Funktion wird auf den Websites meist im Laufe des Bezahlvorgangs als gesonderte Option angeboten. Das Verfahren bietet dabei zahlreiche Vorteile. So entfallen zum Beispiel die beim Onlinehandel üblichen Versandkosten und Berufstätige, die Postsendungen nicht immer persönlich in Empfang nehmen können, profitieren von flexiblen Abholungszeiten.

Bisher von "ERliefert" unterstützt

Dass "Click & Collect" am Montag wieder starten kann, ist für die Inhaberin des Blumen- und Geschenkeladens "ein kleiner Lichtblick". In der Zeit vor Weihnachten, als die Option noch nicht zur Verfügung stand, nutzte Nicole Standfest-Schneider allerdings auch den kostenlosen Erlanger Lieferservice ERliefert. "Die haben uns ganz toll unterstützt."

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Peter Bongartz, Inhaber des Plattenladens "Bongartz – Musik in allen Formaten" und Vorstandsvorsitzender der Erlanger Initiative "Leben findet Altstadt", schwört auf ERliefert: "Ich halte das für eine bessere Lösung als Click & Collect, da sie den Erlangerinnen und Erlangern best of both worlds bietet: Bei lokalen Händlern kaufen und kostenfrei bequem nach Hause liefern lassen." Da nicht alle bayerischen Städte über eine solche Liefermöglichkeit wie ERliefert verfügen würden, sei Click & Collect natürlich ein sehr wichtiges Tool, Händlerinnen und Händler überleben zu lassen, räumt Bongartz ein. "Aber wir sind ja in Erlangen."

Liefermobil ist von 10 bis 14 Uhr unterwegs

Nicht nur Bongartz wird es deshalb freuen, dass das City-Management Erlangen jetzt mitgeteilt hat, mit der Aktion ERliefert während des Lockdowns in die Verlängerung geht. In der ersten Phase der Geschäftsschließungen ab 16. Dezember seien knapp 90 Bestellungen täglich von einem eigens angeschafften Elektro-Liefermobil abgewickelt worden, jubelt das City-Management.

Unterwegs ist das Liefermobil im Januar immer montags bis freitags, von 10 bis 14 Uhr. Die Bestellung einer Lieferfahrt erfolgt durch die Geschäfte, telefonisch per Hotline (Telefon 0 91 31/89 51 47, in der Zeit von 9 bis 16 Uhr) beziehungsweise online.

 "Großartige Umsätze erwarte ich mir nicht."

Stefan Müller, Inhaber des gleichnamigen Fotogeschäfts in Herzogenaurach und Vorsitzender der Förder- und Werbegemeinschaft Herzogenaurach, bietet "Click & Collect". Müller kritisiert aber, dass es erst jetzt wieder weitergeht. "Im Weihnachtsgeschäft wäre das eine gute Geschichte gewesen." Aktuell ist "Click & Collect" für ihn vor allem Kundenservice. "Großartige Umsätze erwarte ich mir nicht." Er geht davon aus, dass es seinen Einzelhandelskollegen in Herzogenaurach dabei nicht anders geht. Was im Lockdown natürlich fehle, sei die Laufkundschaft, die Kleinigkeiten kauft wie zum Beispiel einen Bilderrahmen, so Müller weiter. "Das ist ein Produkt, das man in die Hand nehmen muss."

Shopping-Plattform in Kooperation mit der Stadt im Aufbau

Große Hoffnungen, auch über die Pandemie hinaus, setzt Stefan Müller auf eine Online-Shopping-Plattform, die in Kooperation von Werbegemeinschaft und Stadt derzeit im Aufbau ist. "Wir stehen damit allerdings noch ganz am Anfang." Müller geht davon aus, dass es vermutlich noch bis März dauern wird, bis bestehende lokale Onlineshops eingebunden beziehungsweise neue geschaffen sind. Schon jetzt eingebunden ist der "HERZOGutschein", den Werbegemeinschaft und Stadt entwickelt haben. "Damit haben wir ein wirklich tolles Instrument, um die Kaufkraft vor Ort zu halten", sagt Müller.

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