Erlangen: Hupfla werden weiter die Flügel gestutzt

5.5.2021, 19:30 Uhr
Von der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt (Hupfla) ist der Westflügel bereits abgebrochen, der Ostteil steht noch.

Von der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt (Hupfla) ist der Westflügel bereits abgebrochen, der Ostteil steht noch. © Harald Sippel

Durch die direkte Anbindung mit dem "Translational Research Center" (TRC) und dem "Deutschen Zentrum für Immuntherapie" innerhalb des Internistischen Zentrums entstehe "eine einzigartige Forschungslandschaft im direkten klinischen Umfeld und ermöglicht eine patientenorientierte Forschung auf höchstem Niveau", so die Stellungnahme. In der Abwägung sei die Stadt deshalb zu dem Ergebnis gekommen, "dass den öffentlichen Interessen des Gemeinwohls unter anderem aufgrund der außerordentlichen Bedeutung der Entwicklung des Forschungscampus höheres Gewicht beizumessen sei als dem Erhalt des Baudenkmals".

Gegen den geplanten Teilabriss richtet sich auch eine Petition, die Stadtheimatpfleger Konrad Rottmann und das Aktionsbündnis "GedenkenGestalten – Hupfla erhalten" im Landtag eingereicht haben. 

Mit dem Abriss des Ostteils werde ein Ort getilgt, so die Initiatoren, "in dem nachweisbar Verbrechen der Nazizeit vollbracht worden sind".

Die weitere Entwicklung des Forschungsbereichs der Uni-Klinik solle durch diese Petition nicht verhindert werden, heißt es weiter. Stattdessen regen die Initiatoren der Petition eine architektonische Symbiose von historischem Baubestand und Neubauten an. Über die Petition ist noch nicht entschieden.

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