Mehrere Varianten

Feuerwehrgerätehaus in Untermembach: Sanierung oder Neubau?

4.8.2021, 10:25 Uhr
Auf dem Bild sieht man links das Feuerwehrgerätehaus in Untermembach mit Frontansicht, hinten in der Mitte quasi das alte Gerätehaus, das dient aber nur noch als Lagerhalle.

Auf dem Bild sieht man links das Feuerwehrgerätehaus in Untermembach mit Frontansicht, hinten in der Mitte quasi das alte Gerätehaus, das dient aber nur noch als Lagerhalle. © Max Danhauser, NN

Sanierung oder Neubau? Beides wäre für das Feuerwehrgerätehaus in Untermembach denkbar. Planer Burkhardt Niepelt (gleichzeitig Kommandant der Wehr) war von der Kommune beauftragt worden und hat sich Gedanken macht, wie welche Version umsetzbar sei. Die Ergebnisse stellte er auf der Heßdorfer Gemeinderatsitzung vor.

Dass am Gerätehaus gehandelt werden muss, ist seit 2018 klar. Das Feuerwehrhaus in Untermembach entspricht nicht mehr den aktuellen Vorschriften.

Für Mannschaft und Fahrzeug ist es längst zu klein geworden, mittlerweile hat man auch mit Feuchtigkeit im Keller zu kämpfen. Das Gebäude ist nur teilweise unterkellert, was eine potenzielle Sanierung weiter erschwert. Zudem hat die Wehr keinen Übungsplatz, sondern probt die Einsätze auf einer Straße. Vor Jahren waren bereits Risse am Gebäude saniert worden. Die Mängelliste, die Niepelt vortrug, ginge noch weiter.

Niepelt schilderte auf der Sitzung sechs Varianten. Das Grundstück selbst gibt nicht viel Platz her. Die Fläche gegenüber dem jetzigen Hauptgerätehaus, dem Grasstreifen nördlich der Weiherstraße, dürfte nicht weiter bebaut werden. Ein mittlerweile ehemaliger Anwohner hatte vor Jahren dagegen geklagt und vor dem Verwaltungsgerichtshof in Ansbach Recht bekommen. Dadurch kamen die ersten beiden Varianten nicht mehr in Frage.

Verlegung der Weiherstraße als Option

Die weiteren Varianten hätten jeweils sehr verwinkelte Versionen auf dem bestehenden Grundstück gebracht. Das werde in der Bauumsetzung wohl sehr aufwendig, überlegte Niepelt. Auch eine Verlegung der Weiherstraße gen Norden wäre eine Option.

So würde das bestehende Grundstück größer. Doch für diese Varianten bräuchte die Feuerwehr Interimslösungen, wo Kleidung und Fahrzeuge untergebracht werden. Das könnte einiges kosten.

Daher hatte Niepelt noch eine sechste Version als Vorschlag parat. Ein kompletter Neubau auf einem anderen Grundstück. Dabei handelt es sich wohl um ein Areal am Ortsausgang. Wo genau, blieb unklar.

Axel Gotthardt zog letztlich ein Fazit, dem kein anderes Gemeinderatsmitglied widersprach: Aus seiner Sicht wäre wohl der Neubau zu favorisieren. Am Altgrundstück wäre es seiner Ansicht nach ohnehin nur ein „Gestöpsel“, Leitungen müssten umverlegt werden. Bei einem Neubau viele das und die Interimslösung weg. Da würde der Kauf eines neuen Grundstückes beinahe aufgewogen.

Ein Beschluss wurde, wie vom Gremium vorher so gewollt, nicht gefasst. Das soll wohl in einer der nächsten Sitzungen erfolgen. Auch die Kostensituation ließ man noch im Dunkeln.

Weiterer Punkt störte zu Beginn

Zuvor war noch darüber diskutiert worden, ob der Punkt mit dem Feuerwehrhaus Untermembach lieber nichtöffentlich behandelt werden sollte. Grund war, dass es Geheimhaltungsgründe für bestimmte Punkte gebe. Einer davon betraf wohl die Grundstücksfrage bei einem potenziellen Kauf dessen.

Ein weiterer Punkt störte zu Beginn. Dessen Nichtöffentlichkeit war vom Gremium dann aber aufgehoben worden. Es handelte sich darum, wer den Auftrag für die Planung erhalten habe. Niepelt war schon zu Beginn der Sitzung als Planer des Vorhabens begrüßt worden.

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