In Katzenbox gesperrt: Polizei stoppt illegalen Welpentransport auf A3

1.2.2021, 18:18 Uhr

Aktuell kümmert sich das Tierheim Erlangen um zwei erst wenige Wochen alte Hundewelpen. Sie wurden bei einer Verkehrskontrolle auf der A3 in einem Auto in einer Katzenbox eingesperrt entdeckt. Laut Angaben der Polizei war der Wagen von Nordmazedonien in Richtung Niederlande unterwegs. "Das zuständige Veterinäramt ordnete die Sicherstellung an und die Welpen wurden im Tierheim Erlangen untergebracht", heißt es von den Beamten weiter.

Laut ihrem Heimtierausweis, dem sogenannten Pet Passport, sind die beiden Hunde erst am 19.12.2020 geboren. Die vorgeschriebene Tollwutimpfung hatten sie nicht. Seit Einführung des neuen EU-Heimtierausweises Ende 2014 müssen Hunde, die aus dem Ausland nach Deutschland gebracht werden, zwangsläufig gegen Tollwut geimpft sein. Auch für Welpen gibt es keine Ausnahmen mehr.

Vermittlungsanfragen, kann das Tierheim momentan nicht entgegen nehmen, so die Polizei: Die Hunde befinden sich aktuell in Quarantäne und können daher nicht abgegeben werden.

In der Corona-Krise hat der illegale Handel besonders mit Welpen und Katzen zugenommen: "Allein zwischen Januar und Oktober 2020 wurden 75 Fälle von illegalem Heimtierhandel bekannt, 818 Tiere waren betroffen", sagte Lisa Hoth, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund gegenüber der Deutschen Presseagentur. Im Vorjahr gab es im Vergleich insgesamt 66 Fälle von illegalem Handel mit mindestens 731 betroffenen Tieren. Eine hohe Dunkelziffer wird befürchtet. "Das ist nur die Spitze des Eisbergs", sagt Presse-Referentin Hester Pommerening.


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