Großer Andrang

Zwei Schläge zum Anstich: Die Bergkirchweih 2022 in Erlangen ist eröffnet

Stefan Mößler-Rademacher, Leiter der Lokalredaktionen Erlangen und Herzogenaurach
Stefan Mößler-Rademacher

Erlanger Nachrichten, Leiter der Lokalredaktionen Erlangen und Herzogenaurach

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2.6.2022, 18:11 Uhr
Freibier! Kaum war das erste Fass auf der Erlanger Bergkirchweih angestochen, reckten sich Hunderte Hände OB Florian Janik entgegen, um die ersten Freimaßen in Empfang zu nehmen.

© Harald Sippel, NN Freibier! Kaum war das erste Fass auf der Erlanger Bergkirchweih angestochen, reckten sich Hunderte Hände OB Florian Janik entgegen, um die ersten Freimaßen in Empfang zu nehmen.

Die Vorfreude war bereits am Vormittag in der Stadt nicht zu übersehen. Überall waren vor allem junge Menschen in Lederhosen, Trachtenhemden und Dirndl unterwegs, um pünktlich zum Auftakt der Bergkirchweih auf den Kellern zu sein. Denn nach der zweijährigen Corona-Pause soll es nun wieder ein fröhliches Freiluft-Volksfest am Burgberg geben.

Pünktlich um 17 Uhr dann die offizielle Eröffnung der Bergkirchweih: Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik - selbst ein bekennender "Berg-Fan" - stach mit zwei Schlägen das "erste Fass" auf einer Bühne am "T" an. Begleitet wurde Janik von der Bürgermeisterin der Partnerstadt Riverside, Patricia Lock Dawson, und Thomas Nitzsche, Oberbürgermeister der Partnerstadt Jena (Thüringen). Vor der Bühne ereigneten sich wieder die Szenen, wie sie vor der Pandemie jedes Jahr zu sehen waren: Hunderte Schaulustige drängelten sich am Podium und hofften darauf, eine der Freibier-Maßen zu ergattern, viele Menschen verstopften das "T". Schon um 17.11 Uhr war das Fass leer, in dem Kitzmann-Bier aus Kulmbach schwappte.

Zwei Schläge hatte OB Janik gebraucht, um das erste Fass Berg-Bier (das diesmal von Kitzmann kam, in Kulmbach gebraut) anzustechen.

Zwei Schläge hatte OB Janik gebraucht, um das erste Fass Berg-Bier (das diesmal von Kitzmann kam, in Kulmbach gebraut) anzustechen. © Harald Sippel, NN

Wieder Kasten-Läufe

Übrigens: Auch auf die berüchtigten Kastenläufe wollten viele nicht verzichten. Bei den Freizeit-Anlagen vor dem Freibad West im Wiesengrund oder vor einigen Getränkemärkten sammelten sich bereits am frühen Nachmittag vor allem Jugendliche. Mit den gekauften Bierkästen machten sie sich zu zweit oder in Gruppen auf den Weg Richtung Innenstadt. Die Stimmung wurde zu diesem Zeitpunkt von der Polizei als "friedlich und ruhig" beschrieben.

Bis 13. Juni locken die historischen Bierkeller im Grünen und rund 100 Fahr- und Vergnügungsgeschäfte sowie Imbiss- und Süßwarenstände. Insgesamt wird bei gutem Wetter rund eine Million Gäste aus Nah und Fern erwartet. Der „Berg“ ist täglich jeweils von 10 bis 23 Uhr geöffnet, an den Sonn-/Feiertagen ab 9.30 Uhr.

Familientag am 9. Juni

Am Donnerstag, 9. Juni, gibt es wieder beim Familientag mindestens 50 Prozent Preisermäßigung für kleine Besucherinnen und Besucher (10 bis 20 Uhr).

Das diesjährige Motto, das von der Stadt für die Bergkirchweih ausgegeben wurde, lautet „Ein ruhiger Berg“. Deshalb wird am Henninger Keller gar keine Musik zu hören sein. Die restlichen Keller setzen auf ruhigere Töne, sie haben zusammen mit der Stadt Erlangen ein konzertantes Musikprogramm erarbeitet. An den besonders stark besuchten Tagen gibt es an allen Kellern feste Musikpausen.

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