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Dienstag, 18.06.2019

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Empfang der Freien Wähler im Kreis Forchheim: Gartenbesitzer im Fokus

Umweltminister verbreitete Zuversicht für höhere Lebensqualität - 07.02.2019 13:14 Uhr

Beim Neujahrsempfang der Freien Wähler im Oesdorfer Sportheim wurde Altlandrat Reinhardt Glauber (Mitte) zum Ehrenmitglied ernannt. © Foto: Pauline Lindner


"Wir denken von unten, hören erst mal zu", gab Glauber als Prämisse der FW-Minister aus. "Die kommunale DNA der Freien Wähler" ist das für Thorsten Glauber. Peter Münch, der Vorsitzende der Oesdorfer Freien Wähler und zugleich Vorsitzender des Sportvereins, berichtete von deren Absichten, das Dach des Sportheims besser zu dämmen. Sicher war Münch nicht der einzige aus dem Ehrenamt, der dafür um staatliche Unterstützung bat. Jedenfalls stehen 20 Millionen Euro im Koalitionsvertrag, wie Glauber darlegte. Damit soll die energetische Sanierung von Vereinsgebäuden unterstützt werden.

Ein Koalitionsvertrag wurde im engsten Kreis der Freien Wähler schon im Mai ausgearbeitet, als die politische Landschaft keine Mehrheit für die CSU erwarten ließ. Dieses Papier, so Glauber, habe man im November Ministerpräsident Söder vorgelegt und in nur 14 Tagen Punkt für Punkt abgearbeitet.

Minister Glauber war erfreut darüber, dass die angeblich "immer daddelnden" Schüler ihre Stimme für den Klimaschutz im Rahmen der Klimastreiks erheben. Deshalb hat er viele Einladungen von Schulen angenommen — gegen den Rat aus dem Ministeriums angesichts des Zeitaufwands. "Denn es ist wichtig, der jungen Generation zuzuhören."

"In die Tonne getreten"

Wieder ein Thema wird für ihn die dezentrale Energieversorgung, die "der vorige Ministerpräsident völlig in die Tonne getreten hat". Einschränkungen des Flächenverbrauchs sind für Glauber kein Tabu. Allerdings will er im Dialog mit den Kommunen die Quote von heute elf auf fünf Hektar pro Tag senken.

"Rettet die Bienen": Den Erhalt der Artenvielfalt würden Glauber und auch Manfred Hümmer sofort unterschreiben. Den Weg dazu sieht Glauber als Pinzberger differenzierter, in einem Landkreis mit einer der höchsten Quoten an Nebenerwerbslandwirten in ganz Bayern. Sie sind seiner Meinung nach die besonders Betroffenen des Volksbegehrens. Mehr über seinen Standpunkt lesen Sie im NN-Interview mit ihm.

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Deshalb müsse der Staat sagen, wie er den Erhalt der Kulturlandschaft gewährleisten wolle. "Das sage ich jedem Münchner und Nürnberger, der sein Kind bis vor die Kindergartentür fährt", spielte er auf die unterschiedliche Sichtweise der Großstädter und Bewohner des ländlichen Raums an. Auch für die Gemeinden dort hat er eine spezielle Aufgabe: Mutig das Straßenrandgrün nur einmal im Jahr mähen.

"Gegen Zierkies und Rasenwüste"

Glauber will "ein grünes Netz über ganz Bayern" ziehen. Ein Punkt sind dabei auch die privaten Gärten. "Zierkies und Rasenwüste" fielen Glauber auf Nachfrage dazu ein. Um die insektenfeindliche Struktur zu verbessern, will er die Gartenbauvereine stärker einbinden und deren Aufklärungs- und Bildungsarbeit fördern.

Auf den Weg gebracht ist auch ein Obstbau-Forschungsprojekt in der Fränkischen Schweiz. Hier sollen pestizidfreies Bewirtschaften und ökologischer Pflanzenschutz im Freilandversuch getestet werden.

Die gesellschaftspolitische Entwicklung im Allgemeinen war dagegen das Thema von Hümmers Impulsreferat "Vom Umgang miteinander". Er sieht die Politik in "diesen nervösen Zeiten" in der Pflicht, sich zu altruistischem, solidarischen Verhalten zu ermuntern, damit der Mensch in der pluralen Gesellschaft im Mittelpunkt stehe. Man müsse "sachlich und wahrheitsliebend miteinander reden".

Ehrennadel in Platin

Die Ehrennadel in Silber verlieh der Kreisverband Rudolf Braun, dem langjährigen Bürgermeister von Weißenohe, für seine langjährige Mitgliedschaft im Kreisvorstand, insbesondere als Schatzmeister. Die gleiche Auszeichnung in Platin erhielt Ludwig Brütting aus Ebermannstadt. Seit 1972 gehört Brütting der Wählervereinigung in seiner Heimatstadt an.

Mit Unterbrechungen war er dort mehrere Jahrzehnte im Stadtrat und ist seit mehr als 20 Jahren Kreisrat und Fraktionssprecher. Zu seiner Ehrung war Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) gekommen. Per Akklamation ernannte die Versammlung Altlandrat Reinhardt Glauber zum Ehrenmitglied, dem bisher einzigen im Kreisverband. 

PAULINE LINDNER

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