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Montag, 30.11.2020

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Kommentar: Die Mängel im Kolpinghaus Forchheim hätten schon eher auffallen können

Warum die Stadt die Immobilie nicht im Gutachten 2016 geprüft hat, ist unverständlich - 25.10.2020 07:00 Uhr

Die Balken im Foyer und in der Decke über der Tanzschule sind vom Moderfäulepilz befallen.

22.06.2020 © Foto: Stadt Forchheim


Denn dass die Stadt 2020 von den Schäden im Haus überrascht worden ist, hätte nicht sein müssen. 2016 ist schließlich der Wert des Kolpinghauses per Gutachter ermittelt worden. Selbst wenn, wie die Stadt argumentiert, 2016 keine Schadenskartierung in Auftrag gegeben wurde: Für die Wertermittlung entscheidend ist der Zustand einer Immobilie. Je schlechter dieser ist, desto weniger wert ist ein Gebäude. Die Stadt hätte schon damals tiefer in das Gebälk blicken lassen, ein Gutachten sich ausführlicher mit Problemstellen befassen können.

Immerhin war bereits 2015 klar, dass das Haus die neue Kulturstätte Forchheims werden soll. Seitdem hat die Stadt auch an diesen Planungen festgehalten. Ein vorausschauendes Handeln hätte definitiv Zeit, sicherlich Geld und den Kulturschaffenden Nerven gespart. Jetzt herrscht am Kolpingplatz erst einmal baulich wie kulturell Stillstand.

Vorsichtig optimistisch stimmt, dass die Schäden wohl beherrschbar sind. Je unproblematischer die Sanierung, desto besser für die Stadt und die Kulturszene.

 

EIN KOMMENTARVON PATRICK SCHROLL

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