Sonntag, 18.04.2021

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Auch wegen Corona: Fürths Jobmarkt bleibt angespannt

Gute Nachricht: Die Nachfrage nach Personal steigt - 03.03.2021 19:15 Uhr

Die Corona-Krise belastet den Arbeitsmarkt - auch in Fürth. 

31.05.2011 © dpa


Die Corona-Pandemie wirkt sich weiterhin auf den Jobmarkt aus: Im Februar ist die Zahl der Arbeitslosen etwas gesunken, allerdings wesentlich schwächer als zur gleichen Zeit im Jahr 2019 oder noch 2020, heißt es seitens der Fürther Agentur für Arbeit. Im gesamten Agenturbezirk waren 28 Prozent mehr Menschen ohne Beschäftigung als vor einem Jahr.

"Unser Arbeitsmarkt ist nach wie vor angespannt", sagte Thomas Dippold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Fürther Agentur. Den Rückgang der Arbeitslosigkeit stuft er für einen Februar als "nur sehr gering" ein.


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Zwar wertet er die Entwicklung der Personalnachfrage im Zuständigkeitsbereich der Agentur – dazu gehören neben Stadt und Landkreis Fürth auch Erlangen sowie die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Neustadt/ Aisch-Bad Windsheim – grundsätzlich positiv. Das müsse aber relativiert werden: "Wir hatten im Vormonat geradezu einen Absturz beim Stellenzugang, so dass wir dem Vor-Corona-Niveau immer noch weit hinterherhinken", so Dippold.

219 offene Stellen

In Fürth wuchs die Arbeitslosigkeit sogar leicht: Im Februar waren 4768 Menschen ohne Beschäftigung – 0,1 Prozent mehr als im Januar und 23,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote kletterte auf aktuell 6,3 Prozent (Februar 2020: 5,1).

Die Nachfrage nach Personal nimmt auch in der Stadt Fahrt auf: Momentan ist sie sogar etwas stärker als vor einem Jahr. Demnach haben die Fürther Arbeitgeber für den Februar 219 offene Stellen gemeldet – das sind 91 Angebote oder 71,1 Prozent mehr als im Januar und 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.


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Der Blick auf die Statistik für den Landkreis zeigt: Hier ist die Anzahl der Arbeitslosen – anders als in der Stadt – von Januar auf Februar gesunken. Gegenwärtig sind 2427 Menschen ohne Job, 0,9 Prozent weniger als im Vormonat. Aber: Verglichen mit Februar 2020 haben 31,3 Prozent mehr Landkreisbürger keine Beschäftigung. Die Quote hat sich seit Januar um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent verringert (Februar 2020: 2,8 Prozent).

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Auch im Landkreis Fürth ist Personal gefragt: Die hiesigen Arbeitgeber haben für Februar 114 offene Stellen gemeldet – 29,5 Prozent mehr als noch einen Monat zuvor.

Entscheidend ist für die Situation auf dem Jobmarkt Dippold zufolge nun, wie lange der Lockdown noch dauert.

lui

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