Fürther Mäzen

Für OP-Roboter: Fürther Mäzen spendet Klinikum 350.000 Euro

Redaktion Fürther Nachrichten

29.4.2022, 14:55 Uhr
Pandemiebedingt war die offizielle Spendenübergabe mit dem Ärztlichen Direktor Dr. Manfred Wagner, dem stellvertretenden Teamleiter der Urologie-Ambulanz, Holger Schultes, Carl Friedrich Eckart, OB Thomas Jung und Chefarzt Prof. Dr. Andreas Blana (von links nach rechts) erst jetzt möglich.

© Foto: Klinikum Fürth Pandemiebedingt war die offizielle Spendenübergabe mit dem Ärztlichen Direktor Dr. Manfred Wagner, dem stellvertretenden Teamleiter der Urologie-Ambulanz, Holger Schultes, Carl Friedrich Eckart, OB Thomas Jung und Chefarzt Prof. Dr. Andreas Blana (von links nach rechts) erst jetzt möglich.

Wie es heißt, verfügt die Fürther Klinik nun als bislang einzige im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen über ein zweites sogenanntes da-Vinci-System, das roboterunterstützte Operationen ermöglicht. "Durch die Urologie, Gynäkologie und Chirurgie war unser erstes System massiv ausgelastet", sagt Prof. Dr. Andreas Blana, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie.

Die Investition in Nummer zwei habe auch die Privatspende von Eckart in Höhe von 250.000 Euro möglich gemacht. Seine Motivation, betonte Eckart bei der Übergabe, seien "die Zukunftsorientierung, Offenheit für Neuerungen und die ausgezeichneten Ärzte hier am Klinikum". Die Spende sei ein "gutes Investment", ist er überzeugt.

Mit weiteren 100.000 Euro griff er der Klinik für Urologie und Kinderurologie unter die Arme, die deshalb seit Herbst über die neueste Laser-Technologie zur Behandlung von Harnsteinen und gutartigen Prostatavergrößerungen verfügt. Mehr als 100 Eingriffe habe das Team von Blana seitdem durchgeführt.

Die Technologie sorge für besonders präzise Schnitte und damit zu einer effektiveren und weniger invasiven Behandlung. Harnsteine lassen sich laut Blana in der Hälfte der Zeit pulverisieren, die herkömmliche Systeme benötigen.

"Nicht selbstverständlich"

"Wir bedanken uns vor allem im Namen aller unserer Patientinnen und Patienten, die in ihrer Behandlung von diesen High-End-Geräten profitieren", so der Ärztliche Direktor des Klinikums, Dr. Manfred Wagner. Eine derartige Geste, die der Allgemeinheit zugute kommt, sei gerade in Krisenzeiten "nicht selbstverständlich".

Gespendet hatte Eckart das Geld bereits im Herbst, pandemiebedingt traf man sich erst jetzt zur Übergabe. Eckart unterstützte in der Vergangenheit schon die Einrichtung der Bücherei in der Neuen Mitte und der Skateranlage am Schießanger mit hohen Zuschüssen.

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