Südstadtpark

Fürth plant einen neuen Fitnessplatz für die Älteren

Gwendolyn Kuhn
Gwendolyn Kuhn

Lokalredaktion Fürth

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22.11.2021, 16:00 Uhr
Das Areal nahe der Siebenbogenbrücke, hier im Bild, erfreut sich größter Beliebtheit. Es wird vor allem von sehr fitten Menschen aufgesucht. Jetzt ist eine Alternative geplant.

Das Areal nahe der Siebenbogenbrücke, hier im Bild, erfreut sich größter Beliebtheit. Es wird vor allem von sehr fitten Menschen aufgesucht. Jetzt ist eine Alternative geplant. © Foto: Hans-Joachim Winckler

Bewegung im Freien, das weiß man spätestens seit in Hochzeiten der Pandemie alle Sporthallen schließen mussten, ist wichtig, gesund – und es hebt nicht zuletzt die Laune. Künftig soll es deshalb einen weiteren Outdoor-Fitnessplatz in der Stadt geben.

Bereits seit 2009 gibt es einen Aktiv-Fitness-Platz am Waldmannsweiher, im Schatten der Siebenbogenbrücke. Er war rasch so beliebt, dass er 2016 sogar noch ausgebaut wurde. Allerdings richtet er sich mit seinen Stangen, Recks und Barren eher an fitte Sportler, die dort mit Hilfe ihres Körpergewichts trainieren. Calisthenics heißt diese Form des Sports, die sich inzwischen in vielen deutschen Städten etabliert hat.

Für weniger geübte Menschen und auch für Senioren soll nun ein zusätzliches Angebot im Südstadtpark entstehen. Für sie sollen sechs Geräte, wie es sie auch in Fitnessstudios gibt, aufgestellt werden, an denen sich verschiedene Körperteile trainieren lassen. Ein Crosstrainer etwa, eine Beinpresse und eine Kraftstation könnten darunter sein.

Große Fallschutzmatte

Platziert werden die Geräte, die übrigens alle Altersstufen nutzen können, auf einer 120 Quadratmeter großen Fallschutzmatte, die Unfälle verhindern soll. Vorgesehen ist das Areal im Südstadtpark, an der Ostpromenade unweit des Neubaus der Wilhelm-Löhe-Hochschule.

Bewusst habe man diesen Standort ausgewählt, sagt Ernst Bergmann, Chef des städtischen Grünflächenamts, das auch für Spielplätze zuständig ist. Denn der Fitnessplatz behindere dort keine Anschlüsse für Strom und Abwasser, die etwa auf der gegenüber liegenden Seite des Parks im Boden zu finden sind.

Hervorzuheben sei außerdem die Nähe zur öffentlichen Toilette – dies sei ein Anliegen des Seniorenbeirats gewesen, mit dem man übrigens in engem Austausch über das Trainingsgelände gestanden habe. Der vielleicht wichtigste Punkt aber sei, dass der gewählte Standort abseits der Wohnbebauung liegt.

Etwaige Beschwerden wegen Lärmbelästigung will man so möglichst umschiffen. Dass es zu solchen Problemen kommen könnte, glaubt Bergmann aber nicht. Zwar "wummert am Waldmannsweiher schon mal ein Ghettoblaster" – aber im Südstadtpark spreche man doch ein anderes Publikum an.

Zustande gekommen ist das Projekt in Absprache mit dem Referat für Schule, Bildung, Sport und Gesundheit. Dort waren 25 000 Euro Spendengelder und Mittel aus Stiftungen eingegangen, die zweckgebunden für Sporteinrichtungen verwendet werden können.

Insgesamt werden die Kosten mit rund 70 000 Euro veranschlagt. Anfang 2022 sollen die Ausschreibungen anlaufen, bis zu den Sommerferien könnte das Areal dann nutzbar sein.

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