Fürths neuer Wochenmarkt legt Traumstart hin

Wolfgang Händel
Wolfgang Händel

Leiter Lokalredaktion Fürth

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18.5.2019, 13:31 Uhr
Mit Musik und guter Laune: Auf die rund 200 Meter zwischen Adenaueranlage und Freiheit strömten die Besucher zum Auftakt in Scharen.

Mit Musik und guter Laune: Auf die rund 200 Meter zwischen Adenaueranlage und Freiheit strömten die Besucher zum Auftakt in Scharen. © Hans-Joachim Winckler

Die Mischung aus Gastronomie im zentralen Bereich, herkömmlichem Obst- und Gemüse-Sortiment sowie Spezialitäten und Feinkost kam offensichtlich an, an vielen der 24 Stände und Buden bildeten sich bis zum frühen Nachmittag Schlangen. Auch das meinte OB Thomas Jung wohl, als er in seiner Eröffnungsansprache von einem "wunderschönen Anblick" sprach.

Etliche Fürther, mit denen er gesprochen habe, fänden den Fürther Markt mit seinem Container-Buden in Eichenholz-Optik "sogar schöner als den Münchner Viktualienmarkt". Darüber, so Jung, könne man sicher  diskutieren; "aber mindestens genauso schön ist er". 

Allerdings, mahnte das Stadtoberhaupt, werde es nicht immer so überbordend voll sein wie bei der Eröffnung mit Bilderbuchwetter. Es werde auch "die grauen Novembertage geben". Sein Appell an die Fürther: "Halten’S dem Markt auch dann die Treue."

Denn Skeptiker bezweifeln, dass sich das Angebot tatsächlich rund ums Jahr und Montag bis Samstag von früh bis spät tragen wird, manche prophezeien dem Markt ein baldiges Aus. Diese Kritiker forderte Jung auf, das Vorhaben "positiv zu begleiten". Es handle sich bei dem ökologisch und regional orientierten Markt schließlich um ein Projekt "im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung", das es wert sei.

Wirtschaftsreferent Horst Müller, der das Konzept in den vergangenen Jahren entwickelt und federführend vorangetrieben hatte, sprach von einer "schweren Geburt": Man habe "viel Schweiß und Nerven" investiert –  und selbst die Befürworter hätten zwischenzeitlich am Gelingen gezweifelt. Nun aber sei doch "ein schönes Kind" dabei herausgekommen, mit einem "Angebot, wie wir es uns vorgestellt haben" – gut durchmischt und doch "anders als im Supermarkt".

Müller stellte euphorisiert und natürlich etwas augenzwinkernd den Fürther Weihnachtsmarkt als Vorbild in den Raum. Der war Ende 2018 von einem Online-Portal überraschend zum beliebtesten seiner Art in Bayern ausgerufen worden. Schaffe man das nun auch mit dem Wochenmarkt, "dann haben wir alles richtig gemacht", so Müller. 

Als Parole gab er deshalb den Slogan der SpVgg Greuther Fürth aus: "Gemeinsam nur nach vorne!"  

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