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In Ammerndorf zieht Fritz klar an Müller vorbei

Das Ammerndorfer Rathaus geht die nächsten sechs Jahr an die Freien Wähler - 30.03.2014 21:46 Uhr

Vor zwei Wochen lag Günther Müller (li.) in der Gunst der Wähler noch vor Alexander Fritz (re.). In der Stichwahl zog Fritz jetzt deutlich an seinem Kontrahenten vorbei und ist nun strahlender Sieger der Bürgermeisterwahl Ammerndorfs. © Oliver Barthelmes


"Ich bin überwältigt", sagte Fritz (55) nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses. Bis zur letzten Minute habe er nicht daran geglaubt. Sein Dank galt seinen Unterstützern. Bei einer ungültigen Stimme nutzten insgesamt 1177 Wähler (69,85 Prozent) die Möglichkeit zum neuerlichen Urnengang, knapp drei Prozent weniger als vor zwei Wochen.

Die Tendenz zu Gunsten Fritz‘ hatte bereits die Auszählung der drei Wahllokale in Dreschmaschinenhaus, Feuerwehrhaus und gemeindlichem Kindergarten offenbart: Dort holte Fritz 58,44 Prozent. Die 34,3 Prozent Briefwähler bestätigten das Endergebnis schließlich mit nur etwa einem Prozentpunkt Differenz in der Höhe.

So entspannt wie vor zwei Wochen, als Fritz noch deutlich hinter Müller lag, war der Sieger am gestrigen Wahltag allerdings nicht. Ein Spaziergang mit Gattin Birgit und der Besuch von Freunden mussten für Ablenkung sorgen. Die Ursache für den Erfolg konnte Fritz nicht genau ausmachen, an der offensiven Wahlempfehlung seitens der SPD auf deren Internetseite lag es seines Erachtens nicht. "Die SPD-Anhänger stehen uns näher und hätten mich wahrscheinlich auch ohne Wahlempfehlung gewählt", meinte Fritz.

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Lobende Worte fand Fritz für seinen Mitbewerber: "Dafür, dass Müller zum ersten Mal angetreten ist, war das eine tolle Leistung, meine Anerkennung." Fritz hatte bereits 2008 vergeblich zum Sprung an die Spitze des Rathauses angesetzt.

Gegen 18.45 Uhr traf Müller mit Ehefrau Nadine im Rathaus ein, um Fritz zum Sieg zu gratulieren. Er wertete die Wahlempfehlung allerdings etwas anders, "gegen zwei" sei es schwierig gewesen, so Müller. Aus seiner Enttäuschung machte er keinen Hehl. Nach dem guten Wahlergebnis für den Gemeinderat vor zwei Wochen sei ihm der Ausgang unverständlich, meinte er. Jedenfalls werde er nun mit seinen Rats-Kollegen zum Wohle Ammerndorfs arbeiten.

In die Reihen der Gratulanten gesellte sich auch Jürgen Götz von der SPD. Götz war als Bürgermeisterkandidat am 16. März mit acht Stimmen an der Stichwahl vorbeigeschrammt. Die Wahlempfehlung habe wohl gewirkt, so Götz. Er gab sich erleichtert über das Ergebnis. Noch eine weitere Wahlperiode steht nun für Georg Schierle an, der nach dem Erfolg von Fritz für die FW in den Gemeinderat nachrückt.

In unserer interaktiven Grafik sehen sie alle Ergebnisse der Stichwahlen auf einen Blick. Zudem erhalten Sie auf der Wahl-Spezialseite alle Ergebnisse im Überblick

Oliver Barthelmes

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