Donnerstag, 13.05.2021

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Notfälle mit Neugeborenen: Moderner Inkubator hilft jetzt in Fürth

Frühchen und kranke Säuglinge können mit dem High-Tech-Gerät sicherer transportiert werden - 22.04.2021 11:00 Uhr

„Wir sind sehr stolz“: Daniel Meindl, Leiter der BRK-Rettungswache in Fürth, mit dem neuen Intensiv-Transportinkubator für Neugeborene.

19.04.2021 © Foto: BRK Fürth


Dass das Sinn macht, zeigen die Zahlen: 2019 und 2020 mussten in Stadt und Landkreis Fürth über 80 Neugeborene ins Krankenhaus gebracht werden. In besonders ernsten Fällen ist es zwar meist der Babynotarztwagen aus Nürnberg, der sich um die kleinen Patienten kümmert. Aber auch der Fürther Rettungsdienst ist immer wieder gefordert, wenn es nach Geburten zu Komplikationen kommt.

So etwa, wenn Frühchen oder schwer erkrankte Neugeborene in die Kinderklinik verlegt und intensivmedizinisch betreut werden müssen. Es kann aber auch vorkommen, dass Babys ins Krankenhaus gefahren werden, die zuhause oder gar unterwegs auf die Welt gekommen sind.

"Säuglinge sind keine kleinen Erwachsenen, das sind ganz spezielle Patienten, die eine sehr sensible Behandlung brauchen", sagt Markus Schrötz, Leiter des BRK-Rettungsdienstes in Fürth. Daher sei es wichtig, technisch auf dem neuesten Stand zu sein. Der Transportinkubator ist denn auch ein High-End-Gerät, das – finanziert von den Krankenkassen – rund 70.000 Euro gekostet hat.

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Der mobile Brutkasten verfügt über winzige Beatmungs- und Absaugvorrichtungen, die auch für Frühchen geeignet sind, sowie zierlich ausgelegte Instrumente für EKG und die Messung der Sauerstoffsättigung im Blut. Durch Klappen können Ärzte, Sanitäter oder Pflegekräfte bei Komplikationen schnell Hand anlegen und die Babys versorgen. Eine spezielle Federung ermöglicht den erschütterungsarmen Transport.

"Wir sind sehr stolz, dass wir so ein hochwertiges Gerät bekommen haben", sagt Schrötz. Den BRK-Rettungsdienst hat man ausgewählt, weil er im Einzugsbereich der Fürther Kinderklinik liegt. Damit deren Personal, die rund 130 Angestellten des Rettungsdienstes sowie die 200 ehrenamtliche BRK-Kräfte die moderne Technik auch bedienen und nutzen können, werden sie durch Spezialisten des Herstellers geschult.

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Stationiert ist der Inkubator in der Kinderklinik. Hier wird er auch genutzt, um Säuglinge sicher und geborgen zu Untersuchungen im Haus zu bringen. Bei Notfällen holt das Gerät der Rettungsdienst ab, während ein weiterer Wagen schon auf dem Weg zum Einsatzort ist. Bei geplanten Fahrten, etwa der Verlegungen eines Neugeborenen, ist meist auch medizinisches Personal des Krankenhauses an Bord.

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