Altmühlsee: Bau des neuen Römerboots beginnt

24.9.2020, 06:03 Uhr
Glück im Unglück: Projektleiter Professor Dr. Boris Dreyer von der Universität Erlangen-Nürnberg prüfte am Dienstag das noch schwimmende Römerboot auf mögliche Schäden.

Glück im Unglück: Projektleiter Professor Dr. Boris Dreyer von der Universität Erlangen-Nürnberg prüfte am Dienstag das noch schwimmende Römerboot auf mögliche Schäden. © Foto: Hans von Draminski

Um 14 Uhr am Seezentrum Schlungenhof gehen römische Legionäre, Schmiede und Bootsbauer ans Werk. Sie zeigen dort der Öffentlichkeit ihr Können. Besucher können sich als Freiwillige für den Bootsbau eintragen lassen.

Der originalgetreue erste Nachbau eines spätantiken römischen Bootes lag in der Mitte des Dechsendorfer Weihers nördlich von Erlangen vor Anker. Eigentlich hätte es am Dienstag zum Altmühlsee transportiert werden sollen, um Promotion für das neue Bootsbau-Projekt des ehrenamtlichen Teams der Universität Erlangen zu machen (wir berichteten). Stattdessen stand am Dienstagnachmittag erst einmal Ursachenforschung in Sachen "Beinahe-Untergang" auf der Agenda.

Das "Fridericiana Alexandrina Navis" war aus Sicherheitsgründen am Wochenende in der Mitte des Dechsendorfer Weihers vor Anker gegangen. Am Samstag wurden Jugendliche gesehen, wie sie trotz Verbotsschilder das Boot "enterten" und offenbar auch versuchten, den Anker aufzuholen. Dies gelang ihnen allerdings laut Zeugenaussagen nicht. Ob dieselben Jugendlichen für das Volllaufen des Bootes verantwortlich sind oder es eine andere Ursache gibt, war zunächst nicht zu klären.


Erster Ausflug des Römerboots F.A.N. an den Altmühlsee


Mittlerweile ist die F.A.N. trotz dieses unliebsamen Vorfalls an ihrem endgültigen Liegeplatz in Schlungenhof angekommen. Das Boot wird sehr wahrscheinlich auch im Wasser sein. Die Veranstaltung kann wie geplant stattfinden, so die Gunzenhäuser Tourist Information.

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