-1°

Samstag, 28.11.2020

|

Pro Kind ein Bäumchen: Ornbau erweitert den "Babywald"

Zum dritten Mal fand die Pflanzaktion der Stadt Ornbau statt - 08.11.2020 17:14 Uhr

Am „Rupertsweiler“ nahe der Altmühl wurde bei prächtigem Herbstwetter eine Streuobstwiese mit zwölf kleinen Apfel- und Birnbäumchen für zwölf kleine Ornbauer angelegt.

08.11.2020 © Foto: Margit Schachameyer


Nach 2017 und 2019 hat in der Stadt Ornbau nun bereits die dritte "Babywald"-Pflanzaktion stattgefunden, diesmal am "Rupertsweiler" nahe der Altmühl. Bürgermeister Marco Meier hieß die Familien willkommen, Klaus Fackler vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken übernahm die Anleitung und stand mit Rat und Tat zur Seite. Bei sonnigem Wetter, aber schattigen Temperaturen ging man eifrig daran, eine Streuobstwiese zu schaffen.

Es fand also nun die Pflanzaktion für den Jahrgang 2019 statt, zu der Bürgermeister Marco Meier insgesamt zwölf Familien mit ihrem Nachwuchs am "Rupertsweiler" begrüßte. Die Aktion sei mit dem Gesundheitsamt abgesprochen, erklärte er. Durch die weiten Abstände zwischen den Pflanzorten für die Bäumchen werde der Abstand automatisch gewahrt. Außerdem werde die Aktion möglichst kurz gehalten.


"Streuobstwiesen-Wissen": Deshalb sind Schafe wichtig


Meier freute sich, dass von 14 Familien, die 2019 Nachwuchs bekamen, zwölf bei der "Babywald"-Aktion mitmachen wollten. So wurden auch zwölf Obstbäumchen herbeigebracht. Zwölf Pfosten markierten bereits die Stellen, wo die Eltern das Apfel- oder Birnbäumchen für ihr Kind einpflanzen sollten. Nur einen Spaten brauchten die Familien selbst mitzubringen.

Kinder und Bäume werden gemeinsam groß

Klaus Fackler betonte, es sei immer eine Freude, eine Aktion mit Kindern zu machen – die Kinder und die Bäume würden zusammen groß. Er zeigte, wie man den kleinen Baum pflanzt, und erklärte, worauf man beim Setzen von Obstbäumchen unbedingt achten sollte.

Bilderstrecke zum Thema

CO2-Bilanz: So viel leisten Bayerns Wälder für das Klima

In bayerischen Wäldern sind gewaltige Mengen an Kohlenstoff gespeichert. Jahr für Jahr entziehen die Bäume der Atmosphäre Millionen Tonnen von CO2, durch Holzprodukte wird weiteres Kohlendioxid eingespart, weniger Erdöl, Kohle und Erdgas werden verbraucht. Wie viel Bayerns Wald genau für Bayerns CO2-Bilanz leistet, haben wir einer Bildergalerie aufgelistet.


Das Loch muss vom Umfang her groß genug sein für das Wurzelwerk, wobei man die größeren Wurzeltriebe etwas abschneiden kann, was die Wurzelbildung anregt. Der Pfosten zum Festbinden muss dabei "auf der kalten Seite" in den Boden geschlagen werden. Danach ist die Erde wieder gründlich einzufüllen, wobei man mit der Grasnarbe einen Gießrand formen und mit Hackschnitzeln mulchen kann. Dann das Bäumchen mit "doppeltem Achterschlag" zur Stabilisierung am Pfosten anbinden, überflüssige Triebe zurückschneiden und die Krone in Form eines fränkischen Hausdachs formen. Und zuletzt soll noch jedes Bäumchen seinen eigenen "Gartenzaun" zum Schutz vor Wildverbiss bekommen, so Fackler.

Historische und einheimische Sorten gepflanzt

So, dann ging’s an die Praxis. Mütter und Väter zückten den Spaten und schufen geeignete Löcher für die Bäumchen, was der Nachwuchs mit großem Interesse verfolgte. Es wurden heuer ausschließlich Apfel- und Birnbäumchen gepflanzt, wobei aber auf eine "bunte Vielfalt" historischer einheimischer Sorten geachtet worden sei, hieß es. Namen wie "Jakob-Fischer-Herbstapfel", "Köstliche von Charneux", "Kaiser-Wilhelm-Winterapfel", "Gelerts Butterbirne", "Danziger Kantapfel" oder "Rote Sternrenette" waren auf den Schildern an den Bäumchen zu lesen.

Bilderstrecke zum Thema

Zehn Gründe, warum Regentage so wichtig sind

Der Regen ist für Natur und Tierwelt ein großer Segen, vor allem nach der anhaltenden Trockenheit und dem niederschlagsarmen Herbst. Doch auch der 1. FC Nürnberg, Autobesitzer, Kinder und Serienliebhaber können sich über den Niederschlag freuen. Wir haben zehn Gründe zusammen gefasst, warum Regentage so wichtig und auch schön sind.


Für die Bäumchen sind die Familien nun verantwortlich. In der warmen Jahreshälfte müsse regelmäßig gegossen und gelegentlich auch für den Obstbaumschnitt gesorgt werden, gab Fackler den Erwachsenen mit auf den Weg. Später im Leben kann in Ornbau dann der Jahrgang 2019 von seinen eigenen Obstbäumen auf der Streuobstwiese am "Rupertsweiler" viele Jahre heimisches Obst ernten und genießen.

Hinter der Ornbauer "Babywald"-Aktion steckt die Intention, einen Ersatz für den Schulwald am Kappelweiher-Wiesmet-Park zu schaffen. Allerdings sei es nicht so einfach, alljährlich geeignete Flächen für neue Pflanzungen zu finden, heißt es vonseiten der Stadt.

Testen Sie Ihr Wissen in unserem Nachhaltigkeits-Quiz

© Patrick Pleul dpa

Finden Sie heraus, wie gut Sie sich in Sachen Umweltschutz, Klimawandel oder Nachhaltigkeit auskennen. Wir haben acht Fragen aus unserem Alltag herausgepickt mit jeweils drei Antwortmöglichkeiten - aber nur eine davon stimmt. Am Ende sehen Sie, wie Sie abgeschnitten haben.

© Julius-Maximilians-Universität Würzburg (dpa)

© Julius-Maximilians-Universität Würzburg (dpa)

Frage 1/8:

Wie lange dauert es, bis ein Kaugummi verrottet?

Mehrere Jahre - wenn überhaupt. Denn damit Kaugummi so schön gummiartig ist, braucht es sogenannte Polymere - und die basieren auf Erdölbasis. Zusammen mit Zucker oder Zuckerersatzstoffen, künstlichen Farbstoffen, Verdickungsmitteln und Geschmacksverstärkern kauen wir am Ende auf einer Substanz, die biologisch nur schwer abbaubar ist. Die ökologisch bessere Alternative sind also Lutschpastillen.

© Lukas Schulze, NZ

© Lukas Schulze, NZ

Frage 2/8:

In welche Mülltonne gehören leere Tiefkühl-Verpackungen?

In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack - wenn nichts anderes auf dem Karton steht. Denn oft ist die Verpackung mit Kunststoff beschichtet.

© dpa

© dpa

Frage 3/8:

Und wohin gehören Kassenbons?

Kassenbons (wie auch Lotteriezettel, Automatenbelege oder manche Kontoauszüge) bestehen aus sogenanntem Thermopapier, bei dem die Farbe durch Hitze erzeugt wird. Für die dafür nötige Beschichtung wird meistens Bisphenol A (BPA) verwendet, ein Weichmacher, der als krebserregend gilt. Deshalb dürfen Kassenbons nicht in den Recycling-Kreislauf gelangen.

© Colourbox.de

© Colourbox.de

Frage 4/8:

Ein Vollbad verbraucht ungefähr 140 Liter Wasser. Und eine Dusche?

Es sind im Schnitt 15 Liter. Inzwischen gibt es aber energiesparende Duschköpfe, bei denen z.B. Luft beigemischt wird. In der Anschaffung sind sie zwar teurer als herkömmliche Duschköpfe. Je nachdem, wie oft und wie viele Menschen in einem Haushalt duschen, kann sich so ein Kauf aber schnell rechnen.

© Ina Fassbender/dpa

© Ina Fassbender/dpa

Frage 5/8:

Wie viele Einweg-PET-Flaschen werden in Deutschland pro Stunde verbraucht?

Fast zwei Millionen! Laut Deutscher Umwelthilfe sind Einweg-Flaschen aus Plastik immer noch das am häufigsten verwendete Material bei Getränken. Weil für die Herstellung oft neuer Kunststoff verwendet wird, ist so viel Rohöl nötig, wie fast 400.000 Einfamilienhäusern genügen würde, um ein Jahr lang beheizt zu werden.

© Britta Pedersen/Archiv (dpa)

© Britta Pedersen/Archiv (dpa)

Frage 6/8:

Wo ist die Umweltbilanz beim Smartphone am schlechtesten?

In der Herstellung liegt der Verbrauch an Energie und CO2 immer noch 5 bis 10 Mal so hoch wie in der Nutzung. Das liegt vor allem an Rohstoffen (Erze, Gold oder seltene Erden), die energieintensiv abgebaut werden müssen. Laut Greenpeace verschlang die Smartphone-Produktion in den letzten zehn Jahren so viel, wie ganz Indien pro Jahr für die Energieversorgung braucht.

© Bodo Marks/Archiv (dpa)

© Bodo Marks/Archiv (dpa)

Frage 7/8:

Wir bestellen immer öfter Kleidung online. Wie viele Pakete gehen im Schnitt zurück?

Fast jedes Zweite! Laut Verbraucherzentrale macht das rund 800.000 Pakete - jeden Tag. Der Kohlendioxid, der dadurch entsteht, entspricht 255 Autofahrten von Frankfurt nach Peking.

© colourbox.de

© colourbox.de

Frage 8/8:

Ein Flug nach Teneriffa ist so schädlich wie ??? Autofahren.

Etwa ein Jahr lang. Diese Angabe stammt von der Umweltorganisation Germanwatch und beruft sich auf eine Studie internationaler Forscher (The carbon footprint of global tourism).

© Patrick Pleul dpa

Lust auf ein weiteres Quiz?

Dann hier entlang!

Margit Schachameyer

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Ornbau, Ornbau