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Hände waschen oder desinfizieren? Oberärztin gibt Rat

So schützt man seine Haut in Corona-Zeiten - 03.06.2020 15:43 Uhr

Ausreichende Handhygiene ist derzeit besonders wichtig, aber das viele Waschen kann für die Haut zur Belastung werden.

© dpa


Grundsätzlich, sagt die Oberärztin, sei regelmäßiges Waschen wichtig, vor allem dann, wenn die Hände verschmutzt sind - also zum Beispiel vor und nach dem Toilettengang und nach dem Husten oder Niesen. Die Hände in diesem Moment zu desinfizieren, ersetze keine Wäsche, erklärt sie.

Wer seine Hände sehr oft reinigen will oder muss, beispielsweise weil er im medizinischen Bereich arbeitet, für den können Desinfektionsmittel durchaus eine Erleichterung darstellen: Denn sie sind schonener zur Haut als sehr häufiges Händewaschen. "Das gilt insbesondere wenn man ein rückfettendes Desinfektionsmittel verwendet", sagt Dr. Vera Baur vom Klinikum Nürnberg. So würden die Hände weniger ausgetrocknet.

Desinfektion als Zwischenlösung

Das gelte jedoch nur bei Personen, die wirklich darauf angewiesen seien, ihre Hände sehr häufig zu reinigen. Für alle anderen reiche es aus, die Hände zu waschen. Mit einer Ausnahme: Wer beispielsweise unterwegs ist, und nicht die Möglichkeit hat, sich die Hände zu waschen, für den kann es eine Zwischenlösung sein, die Hände zu desinfizieren. Die Wäsche werde dadurch aber nicht ersetzt, betont Baur.

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"Darüber hinaus ist es wichtig, die Hautbarriere mit Rückfettung zu unterstützen", so die Ärztin. Und zwar auf zweierlei Arten: Tagsüber zwischendurch eignen sich Hautschutzprodukte, die nicht so stark fetten, so dass man beispielsweise trotzdem seine Hände weiter für die Arbeit benutzen kann.

Und abends rät die Ärztin zu einem Hautpflegeprodukt, das die Regeneration der Haut über Nacht unterstützt. In der Apotheke könne man speziell darauf ausgerichete Produkte kaufen, die möglichst frei von Duftstoffen und Konservierungsmitteln sein sollten, so Baur.

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