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Hitze-Welle sorgt für Blaualgen-Warnung in Badegewässern

Bei der aktuellen Hitze sind im Seenland die Bakterien schon auf dem Vormarsch - 25.06.2019 06:00 Uhr

Auch am Seezentrum Schlungenhof sind im Wasser bereits vereinzelt Blaualgen ausgemacht worden. Andere Bereiche waren stärker betroffen. © Foto: Limes-Luftbild.de


Ausgesprochen wurden die nach Informationen des Altmühl-Boten in Gunzenhausen bisher für zwei Bereiche des Fränkischen Seenlandes. Betroffen sind demnach aktuell die Badehalbinsel Absberg am Kleinen Brombachsee sowie das Seezentrum Wald am Altmühlsee. Wasserproben des Gesundheitsamtes hätten einige Auffälligkeiten ergeben.

Vereinzelt seien Blaualgen zudem an den Stränden des Campingplatzes und an der sogenannten Seemeisterstelle Absberg aufgetreten. Gleiches gilt für das Seezentrum Muhr und Schlungenhof. Reichlich Bakterien gefunden wurden wiederum am Badestrand des Seezentrums Wald des Altmühlsees.

Seen werden verstärkt kontrolliert

Weitgehend verschont geblieben ist dagegen noch der Dechsendorfer Weiher nordwestlich von Erlangen. In den vergangenen Jahren vermiesten Blaualgen dort immer wieder mal das Badevergnügen. Nach Auskunft des Landratsamtes habe eine "Sichtprobe" am vergangenen Freitag keine Besorgnis ausgelöst. Angesichts der Hitze in diesen Tagen würden die Kontrollen an dem Gewässer verstärkt. Laut der Behörde weisen vorsichtshalber schon jetzt Schilder auf eine mögliche Belastung hin.

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Blaualgen sind sogenannte Cyanobakterien, die in der Regel überall im Wasser zu finden sind. Bei normaler Konzentration gelten sie als ungefährlich. Wenn sie sich allerdings stark vermehren, sieht es anders aus. Einige Arten produzieren nämlich Stoffe, die bei Badenden Durchfall, Erbrechen oder Hautausschläge und im schlimmsten Fall Atemnot auslösen können. Eine Gesundheitsgefahr besteht vor allem, wenn belastetes Wasser geschluckt wird.

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Warnungen oder gar Badeverbote der Behörden sollten also berücksichtigt werden. Das Bundesumweltamt empfiehlt einen einfachen Test. Wenn man an einem Badesee langsam ins Wasser geht, ohne dabei Schlamm aufzuwirbeln, und in etwa knietiefem Wasser noch seine Füße erkennt, kann man meist sorglos schwimmen gehen. Ist das nicht der Fall, ist zumindest an dieser Stelle Vorsicht angebracht. Wie berichtet, wird es in den kommenden Tagen ungewöhnlich heiß. 

mik

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