Dienstag, 20.04.2021

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Besondere Sportschuhe locken ins Herzogenauracher Stadtmuseum

Neue Serie "Sachen gibt’s": Exponate der Firmen Adidas und Puma - 11.01.2021 06:00 Uhr

Christian Hoyer und Irene Lederer, die Leiterin des Stadtmuseums Herzogenaurach und ihr Stellvertreter, zeigen die spannendsten Sportschuh-Exponate.

10.01.2021 © Foto: Edith Kern-Miereisz


Wurde das Klischee der verfeindeten Dassler-Brüder durch zwei TV-Produktionen bis zur Nervigkeit bemüht, so gibt es im wahren Leben doch noch immer eine kleine unterschwellige Konkurrenz. Um keinen Fan oder Firmenangehörigen zu vergraulen oder zurückzusetzen, bemüht sich die Öffentlichkeit um Parität. Die global prominenten Trophäen aus großen Zeiten der Sportartikelunternehmen in Herzogenaurach mögen Touristen im Stadtmuseum vermuten. Einheimische wissen:

Die weltberühmten Laufschuhe etwa, mit denen Jesse Owens bei der Nazi-Olympiade 1936 in Berlin Goldmedaillen holte, waren zwar – noch nicht dreigestreifte – Adidas-Schuhe. Im Stadtmuseum zu finden sind sie nicht. Adidas hat diese Art von ikonisch-wertvollen Schätzen, soweit vorhanden, in seinem Museum für Firmengeschichte auf der World of Sports integriert – für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Andere Adidas-Exponate sind allerdings im Stadtmuseum zu besichtigen.

Interessante Marksteine

Von interessanten Marksteinen der Puma-Firmengeschichte hat der ehemalige Werbeleiter Helmut Fischer bekanntlich so einiges gerettet. Eine Auswahl der Fußballtreter von Maradona, Lothar Matthäus oder Laufschuhe von Usain Bolt waren 2018 anlässlich 70 Jahre Puma auf der Puma Bridge zu sehen. Das eine oder andere Exemplar an interessanten Puma-Sportschuhen findet sich auch im Museum am Kirchenplatz.

Wer in Corona-Zeiten ein Museum besuchen möchte, sieht sich vor verschlossenen Türen. Mit interessanten Exponaten lässt sich jedoch auch schon für die Zukunft werben.

Pelé und Bolt

Das Herzogenauracher Stadtmuseum kann beispielsweise einen Fußballschuh, den Bestseller "Puma King", aufbieten, der vom brasilianischen Fußballgott Pelé getragen wurde. Auch ein Puma-Laufschuh mit dem Autogramm von Usain Bolt, der in Herzogenaurach sogar einmal auf dem Turnerschaftsplatz trainierte, kann angeschaut werden.

Bilderstrecke zum Thema

Adidas und Puma: Die Geschichte zweier fränkischer Sportgiganten

1920 gründeten die Gebrüder Dassler eine Schuhfabrik in Herzogenaurach. Nach Unstimmigkeiten trennten sich Adolf und Rudolf Dassler und bauten jeweils eigene Fabriken auf: Adidas und Puma. Aus den mittelfränkischen Unternehmen wurden Weltkonzerne. Wir zeigen die Geschichte der Sportartikelhersteller in Bildern.


Der Rekord-Leichtathlet Hans Bitter, Maler, Zeichner und erfolgreichster Sportler der Turnerschaft Herzogenaurach, stellte dem Stadtmuseum ein besonderes Exponat zur Verfügung:

Einen Katapult-Schuh mit verdickter Sohle, der jedoch wegen "Unsportlichkeit" aus dem Wettkampf-Verkehr gezogen wurde. Dieser Dreistreifen-Sportschuh von Adidas, dem Museum vom Sportler selber geschenkt, war auch in der Vitrine für die Schau "Zwischen Muff und Moderne" zu sehen.

INFO: Stadtmuseum am Kirchenplatz 2 in Herzogenaurach. Zurzeit: Fotoausstellung online "Zwischen Muff und Moderne - Herzogenaurach in den 50er Jahren"

https://www.herzogenaurach.de/leben/online-ausstellung

Telefon (0 91 32) 73 51 20

Leitung (0 91 32) 90 11 16

E-Mail: stadtmuseum@herzogenaurach.de

EDITH KERN-MIEREISZ nn

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