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Protest gegen Wechselunterricht: Schüler-Streik in Höchstadt

Gymnasiasten wollen am "Homeschooling" festhalten - 03.02.2021 17:43 Uhr

2019 konnten die Gymnasiasten in der Höchstadter Aischtalhalle noch ganz normal ihre Abiturprüfungen schreiben. Im Corona-Jahr 2021 schlagen die Wellen hoch, weil das Kultusministerium ohne Not die Rückkehr zum Präsenzunterricht in den Schulen anordnet.

03.02.2021 © Maria Däumler


Schulleiter Roland Deinzer betont, dass es dabei nicht um Arbeitsverweigerung gehe. Die Schülerinnen und Schüler sähen derzeit nur keinen Sinn in der ministeriell verordneten Rückkehr der Abschlussklassen in die Schulhäuser.

Beteiligung am Fernunterricht

Laut Deinzer beteiligen sich die Betreffenden ganz regulär am Fernunterricht, wollen aber im Hinblick auf die längst noch nicht entspannte Infektionslage und angesichts der eher negativen Erfahrungen, die man in den ersten drei Tagen Wechselunterricht gemacht habe, lieber beim "Homeschooling" bleiben. In Nürnberg streiken schon seit Wochenanfang die Abiturienten.

Gesundheitsschutz hat Priorität

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Für den Bayerischen Landesschülerrat hat der Gesundheits- und Infektionsschutz "höchste Priorität", wie es in einem kritischen Schreiben zum Wechselunterricht heißt. Deshalb stoße die Entscheidung der Politik auf "starke Kritik aus den Reihen der Schülerinnen und Schüler".

"Hauruck-Aktion"

"Wir sind überrascht, dass die Abschlussklassen der Gymnasien und Beruflichen Schulen erneut in einer Hauruck-Aktion zurück in den Wechselunterricht geholt werden - und das trotz der Hinweise und Warnungen mehrerer Mitglieder der Schulfamilie. Auch sehen wir keinen Vorteil im Vergleich zum Distanzunterricht. Dennoch müssen sich die Schülerinnen und Schüler einem erhöhten Infektionsrisiko aussetzen, das ist aus unserer Schicht völlig unverständlich!“, sagt Tobias Fritz, Bayerischer Landesschülersprecher der Fach- und Beruflichen Oberschulen.

 

hvd

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