13°

Dienstag, 11.05.2021

|

zum Thema

Warnstreik bei Schaeffler: IG Metall ruft zum "Frühschluss"

In der Metallindustrie hat der Tarifstreit begonnen - Arbeitgeber wollen Nullrunde - 13.03.2021 05:54 Uhr

In der aktuellen Tarifrunde hat die IG Metall auch die Schaeffler-Belegschaft in Höchstadt zum "Frühschluss"-Warnstreik aufgerufen, organisiert von Andrea Sicker und Roland Holler.

12.03.2021 © Hans von Draminski


Bei Wieland in Bamberg sowie bei Schaeffler in Hirschaid und Höchstadt gingen Mitarbeitende am Freitagmittag eine Stunde früher ins Wochenende - um 13.30 statt 14.30 Uhr - , von Gewerkschaftsposten vor den Werktoren mit dem Gruß „Schönen Feierabend“ auf Transparenten und Plakaten verabschiedet.

Arbeitgeber wollen Nullrunde

Bilderstrecke zum Thema

Warnstreik: "Frühschluss" bei Schaeffler in Höchstadt

Nun hat in der Metall- und Elektroindustrie der Tarifstreit begonnen: Die IG Metall wehrt sich gegen Ideen der Arbeitgeber, eine Nullrunde auszurufen und hat auch bei Schaeffler in Höchstadt zum Warnstreik aufgerufen.


Hintergrund des Warnstreiks: „Die Arbeitgeber wollen eine Nullrunde und argumentieren mit Corona. Dabei hat die Metallindustrie unter der Pandemie kaum gelitten“, sagt Andrea Sicker, zweite Bevollmächtigte der für das Höchstadter Schaeffler-Werk zuständigen IG Metall Bamberg.

"Eine Schippe drauflegen"

Bilderstrecke zum Thema

Arbeitskampf bei Schaeffler: Mahnwache der Betriebsräte

Angesichts drohenden Stellenabbaus und Standortschließungen beim Autozulieferer Schaeffler hat der Betriebsrat eine Mahnwache vor dem Nordtor der Konzernzentrale in Herzogenaurach gehalten


Kommende Woche, so kündigt es der Höchstadter Betriebsrats-Vorsitzende Roland Holler an, werde man beim Streik „eine Schippe drauflegen“. Martin Feder, erster Bevollmächtigter der IG Metall Bamberg, ergänzt: Die Metallarbeitgeber wollen Corona zulasten der Beschäftigten knallhart ausnutzen, Tarifstandards angreifen und trotz einer guten Auftragslage nach dem Corona-Jahr 2020 eine weitere Nullrunde fahren", so Feder. Die letzte Entgelterhöhung habe es 2018 gegeben.

"In die Kaufkraft investieren"

Bilderstrecke zum Thema

Schaeffler-Mitarbeiter kämpfen um Arbeitsplätze in Herzogenaurach

Es geht um 1211 Arbeitsplätze: Am Nordtor beim Automobilzulieferer Schaeffler in Herzogenaurach trafen sich rund 250 Mitarbeiter zur Kundgebung gegen den geplanten Stellenabbau. Ans Mikrofon traten neben Vertretern des Betriebsrats und der Gewerkschaften auch die Bundestagsabgeordneten Martina Stamm-Fibich und Uli Grötsch (beide SPD).


"Gerade jetzt, wo es dem Mittelstand durch den Lockdown so schlecht geht, müssen die Arbeitgeber in die Kaufkraft der Menschen investieren", fordert Andrea Sicker. Die Gewerkschaft will Beschäftigungssicherung, Zukunftsgestaltung und die Stabilisierung der Einkommen nach der Kurzarbeit in der Pandemie gleichermaßen ermöglichen. "Die Beschäftigten wollen ihren Teil vom Kuchen haben", sagen die Gewerkschafter kämpferisch.

 

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Höchstadt, Erlangen, Bamberg