Klimademo: Hier protestiert "Fridays for Future" am Freitag in Franken

26.11.2019, 16:00 Uhr
Bei einem FFF-Sternmarsch in Nürnberg ging es im September bei der letzten globalen Demo rund - nun soll es Ende November erneut so weit sein.

Bei einem FFF-Sternmarsch in Nürnberg ging es im September bei der letzten globalen Demo rund - nun soll es Ende November erneut so weit sein. © Michael Matejka

Aktivisten aus weit über 350 Städten haben ihre Beteiligung am Aktionstag bereits angekündigt, zahlreiche Protestaktionen sind auch in der Metropolregion Nürnberg geplant. Unter dem Motto "Jetzt erst recht" sollen sich alle Generationen an dem Ausstand beteiligen. Mit dabei sind ebenfalls Organisationen wie Amnesty International, die Klima-Allianz sowie die Bund Jugend.

Nicht nur auf den Straßen wollen die FFF-Aktivisten dieses Mal präsent sein, sondern auch in Klassenzimmern und Parteibüros, in Einkaufszentren und auf öffentlichen Plätzen, vor Kraftwerken und in die Fußgängerzonen. "Am 29. November werden wir überall laut, wütend und unbequem sein – wir stehen zu unserer Forderung: Klimagerechtigkeit jetzt!", schreiben die Organisatoren unter #NeustartKlima.

Hier geht es am Freitag rund:

Mittelfranken: Bad Windsheim (Treffpunkt: 15.30 Uhr Martin-Luther-Platz), Rothenburg o. d. T. (13 Uhr Marktplatz), Ansbach (13.15 Uhr Martin-Luther-Platz), Dinkelsbühl (14 Uhr vor der Schranne), Erlangen (Kochstraße und Bohlenplatz um 13.30 Uhr, eine Fahrrad-Demo startet um 13.10 Uhr am Schulzentrum West), Fürth (12.05 Uhr Grüner Markt), Nürnberg (12.15 Uhr, Kornmarkt), Lauf an der Pegnitz (13.30 Uhr Marktplatz nahe Hersbrucker Tor), Weißenburg (16 Uhr Marktplatz vor dem Brunnen), Oberasbach (12.05 Uhr Grüner Markt), Stein (15 Uhr Platz vor dem Forum), Neustadt an der Aisch (13.45 Uhr Marktplatz).

Unterfranken: Lohr am Main (15 Uhr Stadthalle), Schweinfurt (13.30 Uhr Schillerplatz, 14 Uhr Marktplatz), Haßfurt (13.30 Uhr Tricastiner Platz), Würzburg (11 Uhr Hauptbahnhof), Marktbreit (9.40 Uhr Bahnhof), Aschaffenburg (12 Uhr Theaterplatz), Kitzingen (14.30 Uhr Marktplatz)

Oberfranken: Coburg (12 Uhr Gymnasium Alexandrinum), Hof (14 Uhr Rathaus), Kulmbach (13.15 Fritz-Hornschuh-Straße), Bayreuth (12 Uhr Rathaus), Bamberg (12 Uhr Bahnhof), Kronach (13.30 Uhr, Rathausplatz), Selb (14 Uhr Herz-Jesu-Kirche), Marktredwitz (14 Uhr Im Markt)

Oberpfalz: Neumarkt (14.30 Uhr hinter dem Rathaus), Regensburg (14 Uhr Hauptbahnhof), Amberg (14 Uhr Maltesergarten)

Eine Übersicht aller geplanten Proteste gibt es hier.

Die anstehende Weltklimakonferenz ist nicht der einzige Grund für einen neuerlichen Protesttag. Vielmehr kritisieren die Aktivisten seit Wochen das von der Bundesregierung vorgelegte Klimapaket als völlig unzureichend. Dieses müsse grundlegend überarbeitet werden. Weiter heißt es auf der offiziellen FFF-Homepage: "Der CO2-Preis kommt zu spät und in einer lächerlich geringen Höhe, die Erhöhung der Pendlerpauschale ist eine fossile Subvention, die klimaschädlichen Verhalten fördert anstatt es unattraktiver zu machen."

Zudem, bemängelt Pauline Brünger, Schülerin und FFF-Aktivistin aus Köln, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien erschwert werde und der viel zu späte Kohleausstieg gar nicht angetastet würde. "Dieses Klimapaket verdient seinen Namen nicht."

Gipfel wegen Unruhen verlegt

Deutliche Kritik übt mit Blick auf das Gesetzgebungsverfahren für den Kohleausstieg auch Nick Heubeck, Student und FFF-Aktivist aus Bamberg: "Den Kohleausstieg auf 2038 zu verschieben ist ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation und der Menschen im globalen Süden, wo bereits jetzt die dramatischen Folgen der Klimakrise zu spüren sind."

Die Weltklimakonferenz wird ab 2. Dezember in der spanischen Hauptstadt Madrid veranstaltet. Das entschied das Klimasekretariat der Vereinten Nationen nach einer kurzfristigen Absage Chiles. Delegierte aus mehr als 190 Ländern sollen auf dem Gipfel über die weitere Umsetzung des 2015 in Paris vereinbarten Klimaabkommens beraten. Der Vertrag setzt das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die chilenische Regierung hatte wegen der Unruhen im Land die Ausrichtung des Gipfels abgesagt. Aktuell wächst zu FFF eine Gegenbewegung heran: Ende September gründete sich "Fridays for Hubraum".

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