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Maskenaffäre: Justiz sichert bei CSU-Politiker Sauter Millionen-Betrag

Mit einem so genannten "Vermögensarrest" soll der Steuerzahler vor Schaden bewahrt werden - 18.04.2021 17:31 Uhr

Alfons Sauter (rechts), hier auf einem früheren Bild mit dem damaligen CSU-Chef Horst Seehofer.

21.03.2021 © Peter Kneffel, dpa


Die Süddeutsche Zeitung berichtete als erstes Medium über diesen Vorgang. Demnach ist dieser Vermögensarrest mittlerweile auch vollzogen. Genannt wird die Summe von 1,2 Millionen Euro, die die Justiz bei dem Abgeordneten und Anwalt einkassiert hat. Damit soll verhindert werden, dass am Ende der Steuerzahler für die Kosten rund um die Geschäfte mit Corona-Schutzmasken aufkommen muss.

Alfred Sauter wird vorgeworfen, mit einer Gruppe von Politikern und Geschäftsleuten Maskenlieferungen an mehrere Ministerien in Bayern und im Bund vermittelt zu haben. Dafür soll er rund 1,2 Millionen Euro bekommen haben. Das Geld ging dann an die Firma Pecom, die zum großen Teil Sauters Tochter gehört.
Wegen dieser Affäre ist Sauter bereits aus der CSU-Landtagsfraktion ausgetreten. Seine Parteiämter lässt er ruhen.

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In der aktuellen Affäre um die Beschaffung von Corona-Schutzmasken zeigt sich, dass einzelne Abgeordnete beim Stichwort Gemeinwohl vor allem an sich und ihren Geldbeutel denken. Da im Mittelpunkt der Vorwürfe zwei CSU-Politiker stehen, droht die ganze Partei in Verruf zu geraten. Nicht zum ersten Mal in ihrer langen Geschichte.



Der Politiker hatte nach Bekanntwerden des umstrittenen Deals knapp 470.000 Euro an die gemeinnützige Bürgerstiftung im schwäbischen Günzburg gespendet, dem Stimmkreis Sauters. Dieses Geld hat sich die Justiz bereits Anfang des Monats gesichert. Das Geld liegt jetzt bei der Landesjustizkasse.

kf

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