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"Movember": Start der Nürnberger Männerwochen

Ziel der Kampagne ist es, dass Männer zufriedener, gesünder und länger leben - 28.10.2019 19:25 Uhr

Am 31. Oktober starten die Nürnberger Männerwochen. © Pexels/Pixabay/LizenzCC


Gleich zwei Männertage gibt es im November: den Weltmännertag am 3. November, der die Gesundheit der Männer in den Fokus nimmt und den internationalen Männertag am 19. November, bei dem es um Geschlechteridentitäten und Rollenkonzepte geht.

"Im Vergleich zum Frauentag am 8. März sind die beiden Tage aber eher unbekannt", sagt Matthias Becker - und das soll sich ändern. Becker ist der Ansprechpartner für Männer bei der Stadt - und zusammen mit dem Jungenbüro, dem Erzbistum Bamberg und dem Männerforum hat er jetzt Themenwochen für Männer konzipiert.

Das Programm

Los geht es am Donnerstag, 31. Oktober: Um 16 Uhr starten die Männerwochen vor der Lorenzkirche mit Informationen zur Kampagne "Movember" und einem anschließendem Rundgang an der Stadtmauer. Ziel der Kampagne ist es, dass Männer zufriedener, gesünder und länger leben. „Movember“ heißt die Kampagne deshalb, weil Männer sich im November einen Schnurrbart (Moustache) wachsen lassen.

Am Montag, 4. November, hält der Endokrinologe Dr. Martin Reuter um 19 Uhr bei Pro Familia (Tafelfeldstraße 13) einen Vortrag zur Andropause - der männlichen Form der Wechseljahre.

Am Dienstag, 5. November, zeigt das Casablanca (Brosamerstraße) einen Film über männliche Beschneidung - anschließend diskutieren Ärzte, Wissenschaftler und andere Experten über den Brauch und seine Folgen. "40 Prozent aller Männer weltweit sind beschnitten", sagt Becker, deutschlandweit seien es 10 bis 15 Prozent - medizinisch indiziert sei der Eingriff jedoch viel seltener. Das Thema werde immer noch stiefmütterlich behandelt, so Becker, "die meisten betroffenen Männer, die ich kenne, sehen das aber ganz anders."

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Spannend wird es auch am 14. November. Um 18.30 Uhr liest Björn Süfke in der Buchhandlung Thalia (Karolinenstraße 53) aus seinem Buch "Männerseelen". Es geht dabei um das Rollen-Dilemma des modernen Mannes: er soll gefühlvoll sein, aber kein Weichei, er soll ein toller 24-Stunden-Papa sein, aber gleichzeitig eine berufliche Karriere hinlegen.

Dass Männer auch Opfer sexueller Gewalt werden und in bis zu 15 Prozent der Fälle Frauen (oftmals die Mütter) Täter sind, wird am 21. November im Casablanca gezeigt. Der Abend startet mit einer Filmvorführung, anschließend diskutieren Experten. "Für Männer ist es noch einmal schwieriger, über dieses Thema zu sprechen", sagt Becker.

Alle Informationen zum Programm der Männerwochen finden sie hier.

Julia Vogl

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