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Muttertag 2023: Was steckt dahinter?

Simone Madre
Simone Madre

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3.5.2022, 09:34 Uhr
Blumen sind ein typisches Muttertagsgeschenk.

© Robert Michael, dpa Blumen sind ein typisches Muttertagsgeschenk.

  • Die erste Muttertagsfeier wurde 1908 von der Aktivistin Anna Jarvis in den USA organisiert.
  • In den meisten Ländern wird der Muttertag im Mai gefeiert - in Deutschland am Sonntag, 14. Mai 2023.
  • Blumen und Pralinen sind typische Geschenke - wir haben für Sie aber noch einige andere Vorschläge.

Muttertag 2023: Datum und Feiertag

In Deutschland wird der Muttertag jeweils am zweiten Sonntag im Mai begangen, 2023 somit am 14. Mai, 2024 am 12. Mai. Ein gesetzlicher Feiertag ist der Muttertag dabei nicht. Da er aber immer auf einen Sonntag fällt, müssen die allermeisten Leute nicht arbeiten.

Der Muttertag in der Antike

Seit der Antike gab es in verschiedensten Kulturen Rituale und Feste zur Verehrung der Mutterschaft. Ein Beispiel ist der Kybele-Kult im antiken Griechenland und Rom sowie die Verehrung der Göttermuttern Gaia und Rhea aus der griechischen Mythologie. Beide Göttinnen werden als Muttergottheiten verstanden. Gaia gilt als Urmutter aller Götter, denn sie gebar unter anderem den Titanen, den Kyklopen und den Giganten, sowie den Himmel (Uranos) und das Meer (Pontos).

Gaia ist auch die Mutter von Rhea, die unter anderem die Mutter von Zeus ist. Somit gilt Rhea als die Mutter sowohl der Götter als auch der Menschen.

Von der Frauenbewegung zum Feiertag

Der Muttertag, wie wir ihn heute kennen, wurde allerdings zuerst in den USA Anfang des 20. Jahrhunderts gefeiert. Angestoßen wurde der amerikanische Muttertag zuerst von der Aktivistin Anna Jarvis, die sich für eine besondere Würdigung der Mütter einsetzte.

Sie organisierte hierfür zum Beispiel 1908 eine erste Muttertagsfeier und schrieb Briefe an Zeitungen und namhafte Politiker. Nach und nach führten einzelne US-Staaten einen Muttertag ein, 1914 folge die landesweite Anerkennung des Ehrentags durch Präsident Woodrow Wilson. Gefeiert wird seitdem am zweiten Sonntag im Mai.

Blumenhändler und die Kommerzialisierung des Muttertages

Langfristig zufrieden mit dem Erfolg ihrer Bemühungen war Jarvis allerdings nicht. Ihr missfiel die Kommerzialisierung des Tages durch Blumenhändler, Pralinenhersteller und die Grußkartenindustrie. Bereits in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts gab es beispielsweise Grußkarten speziell für den Muttertag zu kaufen.

Findige Floristen und Geschäftsmänner trugen auch dazu bei, dass sich der Muttertag weltweit ausbreitete und dabei auch bis nach Deutschland kam. Hierzulande wird der Tag seit 1922 gefeiert, ursprünglich als "Tag der Blumenwünsche". Blumengeschäfte hatten damals Plakate aufgehängt, auf denen "Ehret die Mutter" stand. Der erste Muttertag wurde am 13. Mai 1923 von den Vorsitzenden des Verbandes, Rudolf Knauer, ausgerufen.

Der Muttertag während des Nationalsozialismus

Wie andere Feiertage, so wurde auch der Muttertag von den Nationalsozialisten für Propaganda instrumentalisiert. Der Muttertag wurde im Jahr 1933 zum öffentlichen Feiertag erklärt. Im Jahr 1938 wurde das "Ehrenkreuz der Deutschen Mutter" beziehungsweise das "Mutterkreuz" gestiftet. Das erhielten Mütter in drei unterschiedlichen Stufen: "Bronze" war für Frauen, die vier oder fünf Kinder hatten, "Silber" für diejenigen, die sechs oder sieben Kinder hatten und "Gold" für Frauen mit über acht Kindern. In der DDR wurde der Muttertag als Feiertag abgeschafft. Stattdessen wurde der Frauentag gefeiert.

Muttertag 2023 weltweit

Obwohl der Muttertag in der Vergangenheit für Propaganda instrumentalisiert wurde, bleibt er in vielen Ländern ein besonderer Tag. Gefeiert wird der Muttertag je nach Land an verschiedenen Tagen, zumeist im Mai. Speziell den zweiten Sonntag im Mai haben hierbei mehrere Dutzend Länder aufgegriffen, zum Beispiel China, Neuseeland, Brasilien und der Kongo.

Von Deutschlands Nachbarländern feiern Österreich, die Schweiz, Belgien, die Niederlande, Dänemark und Tschechien am zweiten Maisonntag, Polen und Frankreich feiern später im gleichen Monat. In Russland wird statt eines Muttertags ein Frauentag gefeiert, in Ländern wie der Ukraine gibt es beide Festtage.

Muttertag und Vatertag 2023

Mütter haben ihren eigenen Ehrentag – und was ist mit Vätern? In den USA gibt es zwar einen Tag, der ähnlich wie der Muttertag gefeiert wird. Dieser hat auch eine ähnlich lange Tradition: 1910 gründete Sonora Smart Dodd eine Bewegung zu Ehrung von Vätern, nachdem ihr eigener Vater nach dem Tod seiner Frau sechs Kinder alleine großgezogen hatte. Seit 1974 wird der Vatertag in den USA am dritten Sonntag im Juni begangen.

Nach Deutschland ist diese Sitte im Gegensatz zu Muttertag aber nicht herübergeschwappt. Stattdessen feiern viele Väter an Christi Himmelfahrt, am Donnerstag fünfeinhalb Wochen nach Ostern. 2023 ist das am 18. Mai, also direkt in der Woche nach dem Muttertag. Ein volkstümlicher Brauch ist dabei die sogenannte Herrenpartie, eine Wanderung mit reichlich Alkohol, den die Wanderer in einem mit Birkenzweigen und Flieder geschmückten Gefährt transportieren.

Blumen zum Muttertag 2023?

Doch die Geschenke zwischen dem Mutter- und dem Vatertag sind ganz unterschiedlich. Zu den typischen Muttertagsgeschenken zählen dekorative Herzen, Schokolade und Parfum. Doch ein Geschenk bleibt zeitlos: der Blumenstrauß. Dieser soll allerdings gut durchdacht sein, denn jede Blume eine andere Bedeutung hat. Wenn Kinder etwas mehr Kreativität und Aufwand in selbst erdachte oder gebastelte Geschenke stecken, freut das viele Mütter natürlich besonders.

Sprüche zum Muttertag

Auch ein morgendlicher Gruß per Messenger oder Telefon zeigt der Mutter, dass man an sie denkt. Wer kann, kommt später am Tag persönlich vorbei. Hier haben wir einige Sprüche zum Muttertag 2023 zusammengestellt.

  • Einen Engel ohne Flügel nennt man Mama.
  • Es gibt viele Mütter hier auf Erden, doch Gott sagte sich, meine soll die beste werden.
  • Das Beste an mir, ich hab‘s von Dir.
  • Müsst' ich eine Mutter wählen, meine Wahl fiel' nur auf dich. Denn du bist die beste Mutter, die es geben kann für mich!
  • Deine Rolle als Mama hast du gut gemacht, ich bin toll geworden!
  • Liebe Mama, gute Sachen gibt es sehr selten. Deshalb gibt es dich auch nur einmal!

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