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Sonntag, 13.06.2021

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ICE-Werk: Postbauer-Heng von Plänen überrascht

Das ICE-Werk, der Tod eines Rentners und das Rackl-Gelände beschäftigten den Marktgemeinderat - 05.05.2021 12:37 Uhr

Dies ist ein möglicher Standort für ein ICE-Ausbesserungswerk zwischen Ezelsdorf und Postbauer, zwischen dem Friedhof Postbauer und dem Gewerbegebiet Espenpark gelegen.

05.05.2021


Wobei Bürgermeister Horst Kratzer auch nicht viel mehr sagen konnte, als schon in den Neumarkter Nachrichten stand. Im Falle des Rentners sei die Kripo am Ermitteln. Der Mann war gestorben, nachdem Heranwachsende rund um sein Grundstück randaliert hatten. Wer das gewesen sei, sei offen, so der Bürgermeister. Aber die Polizei fahre verstärkt Streife und habe ein Auge auf das Areal rund um das Wäldchen beim Regenrückhaltebecken in Kemnath, wo der Mann gewohnt hatte. Vergangene Woche wurde die Polizei erneut wegen lärmender Jugendlicher zu Hilfe gerufen.

ICE-Werk zwischen Ezelsdorf und Postbauer

„Losgelöst von der Frage der Sinnhaftigkeit“ gab Kratzer einen kurzen Zwischenstand zum möglichen ICE-Ausbesserungswerk-Standort zwischen Ezelsdorf und Postbauer. Er habe einen Termin bei der Bahn beantragt, um sich zu informieren.


Bahn schlägt zwei weitere Standorte für ICE-Werk vor


Denn gewusst habe er von dem Plan nichts, es habe vor der Pressekonferenz, bei der die Standorte vorgestellt wurden, nur einen kurzen Anruf gegeben. Sollte das Werk hier entstehen, sagte Kratzer, dann sei die B8 betroffen, die geplante Umgehung für die B8, und das Werk würde direkt neben dem Friedhof Postbauer entstehen.

Reihenhäuser auf Rackl-Gelände

Durchgewunken hat der Rat die Änderung des Bebauungsplanes für Heng 1 an der Pfälzer Straße. Auf dem Areal des früheren Autohauses Rackl sollen Reihenhäuser gebaut werden, was der alte Bebauungsplan nicht vorsieht. Um verdichtete Bebauung zu ermöglichen, soll er nun geändert werden. Auch das anschließende Areal von Beton Eichl wird einbezogen. Kratzer: „Da ist nichts geplant, aber dann wäre das auch dort möglich.“ Der Rat stimmte zu.

Zugestimmt hat der Rat auch der Vergabe des Auftragsloses für Wasser und Abwasser Am Anger in Kemnath. 1,14 Millionen Euro verlangt der Günstigste. „Das sieht gut aus und liegt fast am Haushaltsansatz“, sagte Bauamtsleiter Wolfgang Götz. Aber es kommen noch die Nebenkosten dazu, dann liege man zehn Prozent über dem Ansatz. Aber: Diese Kostensteigerung sei im Vergleich mit anderen noch akzeptabel. Die alte Wasserleitung, bei der es immer wieder zu Rohrbrüchen kam, wird ausgetauscht. Zugleich wird der Durchmesser der Abwasserrohre vergrößert, um den steigenden Niederschlagsmengen gerecht zu werden. Außerdem wird die Wasserleitung vom Bauhof zum Hochspeicher vergrößert, um sie als zweites Standbein auszubauen. Der Durchmesser wird auf 25 Zentimeter verdoppelt. 850.000 Euro kostet das, samt Nebenkosten 927.000 Euro. Kratzer: „So gehen die Millionen weg…“

Geh- und Radweg an der Staatsstraße

Einen ersten Schritt zu einem Geh- und Radweg an der Staatsstraße über die Rampe und Bahnbrücke hinunter ins Centrum geht der Rat. Mit dem staatlichen Straßenbauamt in Regensburg wird vereinbart, dass die Kommune Aushub aus der Neumarkter Straße an der Böschung anhäuft, um dort für Radler und Fußgänger einen eigenen Weg zu schaffen. Einhergehend damit soll die Centrumsbrücke saniert werden, eventuell könnte der Brückenkopf für den Rad-/Fußweg verbreitert werden. Eine lange Diskussion schloss sich an, da das Straßenbauamt möglicherweise eine Ampel auf der Brücke installieren könnte. Oder könnte dort ein kleiner Kreisel entstehen? Alles Spekulation, hieß es, jetzt gehe es erst einmal um den ersten Schritt. Den tat der Gemeinderat denn auch.

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