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Absage: Stadt Nürnberg bläst auch die Alternative zur Blauen Nacht ab

Farbenprächtige Burg-Projektion nicht mehr möglich - 22.04.2021 20:11 Uhr

Die Blaue Nacht ist weit über Nürnbergs Stadtgrenzen hinaus bekannt. In der Regel findet sie im Frühjahr statt. Doch den Termin für das bunte Ereignis im vergangenen und den in diesem Jahr sagte die Stadtverwaltung mit dem Hinweis auf die Corona-Pandemie ab.

23.04.2020 © picture alliance / dpa


Bereits Mitte Dezember schuf die Stadt Fakten: Die Blaue Nacht wird nach 2020 auch für 2021 von der Liste der Nürnberger Events gestrichen. Geplant war sie am 23. und 24. April. Die Entscheidung war wenig überraschen, werden doch derzeit nahezu alle Veranstaltungen pandemiebedingt abgesagt – Demonstrationen aufgrund des im Grundgesetz verankerten Versammlungsrechts ausgenommen.

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Kein Hauch Kultur an der Kaiserburg

Das Kulturreferat ließ sich mit den Veranstaltern der Blauen Nacht aber etwas einfallen, um der Stadt doch noch einen Hauch Kultur zu verpassen: Trotz der Absage sollte die Kaiserburg über mehrere Tage am 6. und 7. sowie vom 12. bis 14. Mai 2021 bestrahlt werden. „Als Reminiszenz an das traditionelle Nürnberger Kultur-Highlight wird die Großprojektion des Künstlers Peter Angermann auf der Fassade der Kaiserburg zu sehen sein“, hieß es in einer städtischen Mitteilung. Angermann, Mitbegründer der sogenannten Nürnberger Schule, wäre bereits 2020 der Blaue-Nacht-Burgkünstler gewesen.

Doch auch aus der farbigen Illumination mit dem Titel „NO RISK. NO FUN“ wird nichts, davon betroffen ist auch Angermanns begleitende Ausstellung. Das hat die Stadtverwaltung jetzt mitgeteilt. Im Rathaus stufte man das Risiko also doch höher ein als den Spaß an der Projektion, die von der Nürnberger Versicherung finanziert wird.

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Ausweichtermin im Herbst vorgesehen

Doch ohne einen vorsichtigen Zeitplan in der Zukunft geht die Stadt mit dieser Information nicht an die Öffentlichkeit: Als neuen Termin für die Burgprojektion wird der Zeitraum von 8. bis 12. September 2021 avisiert, die Begleitausstellung dazu soll am 10. September eröffnen.
„Bis vor kurzem waren wir zuversichtlich, dass wir mit der Burgprojektion ein kulturelles Lebenszeichen senden können. Ein abendliches Flanieren – selbst unter Einhaltung der Hygieneregelungen – ist derzeit aber an der Burg nicht möglich“, so Kulturbürgermeisterin Julia Lehner. Sie hofft, dass der Ausweichtermin im kommenden Herbst gesichert werden kann.

bro

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