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Aufseßplatz: Bauteile beschädigten die Oberleitung der Tram

Unfall am Schocken ging insgesamt glimpflich aus - 21.04.2021 15:13 Uhr

Beim Abriss des ehemaligen Schocken stürzten Bauteile auf die Oberleitung der Straßenbahn.

11.04.2021 © Roland Fengler, NNZ


"Glück im Unglück", nennt VAG-Pressesprecherin Elisabeth Seitzinger den Vorfall auf der Schocken-Baustelle am Aufseßplatz. Am Dienstagabend stürzte dort bei Abrissarbeiten Bauschutt herunter und landete hinter der Baustellenabsperrung.

Dabei ist unter anderem die Verankerung eines Spanndrahtes beschädigt worden, die am Nachbargebäude des ehemaligen Schocken befestigt war. "Dadurch hingen der Spanndraht und die Fahrleitung der Straßenbahn durch", so Seitzinger. Der Betrieb der Straßenbahnlinien 5 und 6 war für mehrere Stunden massiv eingeschränkt.

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"Wir waren gegen 22 Uhr fertig", so Seitzinger. Das von ihr erwähnte "Glück": insgesamt sei es betrieblich gut gelaufen. "Wir konnten auf die U-Bahn verweisen und hatten Taxis im Einsatz", sagt die VAG-Sprecherin.

"Wir befinden uns aktuell in den letzten Zügen des Abbruchs des ehemaligen Kaufhofs. Das Gebäude wurde in äußerst massiver Bauweise errichtet, sodass der Einsatz von schweren Gerätschaften für den Abbruch erforderlich ist", heißt es dazu von Ten Brinke. Zum Schutz der umliegenden Bereiche wird mit Hilfe eines Krans eine massive Hartgummi-Matte vor den abzubrechenden Gebäudeteil gehängt, die dazu dient, herabfallende Steine und Bauschutt nach unten zu geleiten.

Vorsichtsmaßnahmen getroffen

"Wir bedauern, dass trotz aller getroffenen Vorsichtsmaßnahmen herabfallender Bauschutt seitlich dieser Gummi-Matte aus dem Bereich der Baustelle gefallen ist", so Ten Brinke. Die Ten Brinke-Gruppe ist als Eigentümerin der Immobilie für den Abbruch und den späteren Wiederaufbau des ehemaligen Schocken zuständig.

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Wie die Polizei auf Anfrage bestätigt, kamen bei dem Vorfall keine Personen zu Schaden. Wölckern- und Landgrabenstraße mussten für die Aufräumarbeiten von kurz vor 19 Uhr bis 21.30 Uhr für den Verkehr komplett gesperrt werden.

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