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Club-Matchwinner Dovedan: Der Mann für die entscheidenden Tore

Neuzugang erzielte nun schon zwei Siegtreffer für den FCN - 10.08.2019 13:54 Uhr

Dovedan und drin! Der Neuzugang schoss den 1. FC Nürnberg am Freitagabend in die zweite Pokalrunde. © Sportfoto Zink / MeZi, Sportfoto Zink / MeZi


Eigentlich will Nikola Dovedan immer den Ball. Selbst drei Widersacher in unmittelbarer Nähe können ihn nicht davon abhalten, als Zeichen seiner Bereitschaft mal kurz den Arm zu heben. So wie am Freitagabend kurz vor Halbelf im Ingolstädter Sportpark.

Der Kollege Sebastian Kerk auf der linken Seite ließ sich nicht lange bitten und passte dem Österreicher in der 87. Minute zentimetergenau in den Laufweg. Sekunden später stand es 1:0 für den 1. FC Nürnberg – weil sich Dovedan nicht mehr aufhalten ließ. Selbst von drei Ingolstädter Verteidigern in unmittelbarer Nähe nicht.

Der Mann für die wichtigen Treffer

Wie schon beim 1:0-Auftaktsieg in Dresden vor zwei Wochen konnte sich der Club hinterher vor allem beim Neuzugang aus Heidenheim bedanken. Nikola Dovedan, das deutet sich schon früh in der Saison an, ist gerne der Mann für die entscheidenden Tore. Erst recht, wenn er mit Schwung kommt. Dann ist Dovedan kaum zu stoppen.

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Für den neutralen Zuschauer war das Pokalspiel zwischen dem FC Ingolstadt und dem 1. FC Nürnberg ein Augenschmaus. Viele Chancen, tolle Szenen und eine gute Stimmung. Für Club-Fans war es eine Zitterpartie. Letztendlich war es Nikola Dovedan, der die Fans mit seinem Treffer kurz vor Schluss erlöste.


Seine vier Abschlüsse beim Erstrunden-Pokalauftritt gerieten durchweg gefährlich, einer war drin. Wie das genau passiert ist, weiß er selbst nicht, "mit dem Vollspann", glaubt Dovedan gespürt zu haben, ein bisschen Spaß muss sein, "den hätte jeder andere auch reingemacht nach der Super-Vorlage, das war ein Weltklasse-Ball von Kerki hinter die Abwehr."

In der "Findungsphase"

Dass sich die Nürnberger noch belohnen würden, hatte sich durchaus abgezeichnet, weil ihnen die zweite Halbzeit auch offensiv deutlich besser gelang als die erste. Häufig fehlte nur noch der letzte Pass, "vielleicht hätten wir hin und wieder die Chance besser ausspielen können", glaubt auch Dovedan, "aber wir sind noch in der Findungsphase." Ist die eines Tages abgeschlossen, traut er seinem neuen Verein einiges zu.

"Wenn wir alle uns alle noch besser anpassen und die Automatismen kommen, wird es ein spielstarker 1. FC Nürnberg sein", ist Dovedan überzeugt, erst recht mit elf Führungskräften auf dem Platz. Ihm muss man das nicht zweimal sagen; Dovedan geht voran, auch weil er von sich und seinen Fähigkeiten restlos überzeugt zu sein scheint. "Wir müssen alle Verantwortung übernehmen", sagt Dovedan, "und dürfen uns nicht verstecken."

Versteckt hat sich in den vergangenen Tagen auch Christian Mathenias kleine Tochter; mittlerweile ist die kleine Ilvy auf der Welt und der stolze Papa wieder dienstfähig. Natürlich wartete selbst Andreas Lukse, sein zuverlässiger Stellvertreter, beinahe sehnsüchtig auf die Nachricht, die ihn wieder auf die Bank schickt. "Ich möchte einfach da sein, wenn ich gebraucht werde", sagt Lukse, der nach über neunmonatiger Pflichtspielpause bis auf seinen geblockten Befreiungsschlag Mitte des ersten Durchgangs ausgesprochen souverän wirkte.

Geis startet gut

Den Kollegen merkte man das 0:4 gegen den HSV vier Tage zuvor hingegen noch an, obwohl der Trainer gleich sechs Wechsel vorgenommen hatte und mit dem Startelf-Debüt von Johannes Geis auch einiges riskierte. Letztlich ging sein Plan auf; mit seiner Übersicht und Ruhe am Ball war Geis seinem neuen Club gleich eine große Hilfe.

Bei den meisten anderen "hat man noch ein wenig die Verunsicherung gespürt, die Nervosität", analysierte Damir Canadi, die Gastgeber waren dem 1:0 sehr nahe; "ein Spiel auf Augenhöhe" hat auch Ingolstadts Trainer Jeff Saibene gesehen, "es hätte auf beide Seiten kippen können, wir hatten zwei, drei, vier sehr klare Chancen in der ersten Halbzeit."

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Getroffen hat am Freitagabend aber lediglich Nikola Dovedan, zum Glück für den zuvor mental doch leicht angeschlagenen 1. FC Nürnberg. "Wir wollten Hamburg schnellstmöglich aus dem Kopf bekommen, das ist uns gelungen", fand Sebastian Kerk, auch der Mann des Abends schaute lieber nach vorn als zurück. Zweifel sind nichts für ihn, auch sein Chef weiß, dass er sich auf Nikola Dovedan verlassen kann.

Besonders schätzt er an ihm, "dass er im richtigen Moment das Tor für uns schießt", sagte Damir Canadi noch im Medienraum des Ingolstädter Sportparks. In drei Partien ist ihm das jetzt schon zweimal gelungen. Eine Quote, die sich sehen lassen kann - und dem Club sehr gut tut. Erst recht nach dem aufwühlenden Montagabend.

Wolfgang Laaß

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