Kirche behält nun doch die uralte Rundkapelle

27.4.2021, 19:57 Uhr
Die Altenfurter Rundkapelle  bleibt im Besitz der katholischen Pfarrgemeinde. Was mit dem Herrschaftsgebäude (im Hintergrund), dem Kapellenplatz und dem Weiher wird, ist noch unklar.

Die Altenfurter Rundkapelle bleibt im Besitz der katholischen Pfarrgemeinde. Was mit dem Herrschaftsgebäude (im Hintergrund), dem Kapellenplatz und dem Weiher wird, ist noch unklar. © Eduard Weigert

Dort hat man auch über Möglichkeiten gesprochen, wie es mit dem großen Gelände weitergehen soll, auf dem viele Veranstaltungen stattfinden. Der Kapellenplatz liegt vielen Bewohnern im Südosten am Herzen.

Protest sorgt für Kehrtwende

Der massive öffentliche Widerstand der Bürger hat die Kirchenverwaltung zumindest bei der Kapelle zur Kehrtwende veranlasst, zumal der beabsichtigte Verkauf auch innerhalb der Pfarrei sehr umstritten war. Schließlich handelt es sich um eines der ältesten Gotteshäuser Nürnbergs.

Die Gespräche mit einem privaten Investor wurden beendet, der Runde Tisch unter der Moderation des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Günther Beckstein soll Alternativen für das Gelände entwickeln. "Ohne die Unterstützung der Medien hätten wir das nie geschafft", bedankt sich Stephan Balling von der Bürgerinitiative bei der Lokalredaktion.

Was passiert mit dem Festgelände?

Generalvikar Michael Huber hatte beim Runden Tisch die Haltung der katholischen Diözese Eichstätt, deutlich gemacht, dass der Verkauf der Kapelle kein Thema mehr sei, sondern im Besitz der Kirchenstiftung bleibe.

Weitere Teilnehmer wie die Bürgerinitiative, der Verein der Freunde der Rundkapelle sowie der Altenfurter Boulevard, ein Zusammenschluss von Geschäftsleuten, wünschen sich die gleiche Entscheidung für den großen Kapellenplatz, das Herrschafts- und die Nebengebäude sowie den Weiher.

Gelände für die Bürger sichern

Doch dies lehnt Kirchenpfleger Helmut Gierse aus finanziellen Gründen entschieden ab. Es sei sinnvoller, einen neuen Eigentümer zu finden, der sich besser als die Kirchengemeinde um die Nutzung kümmern könne.


Radtour führt zur Rundkapelle


So will man sich in den nächsten Monaten Gedanken über eine geeignete Rechtsform machen (Stiftung, GmbH, Gemeinnützige Genossenschaft, Idealverein), mit der die interessierten Gruppen vor Ort Eigentümer werden könnten, um das Areal für die Bürgerschaft zu sichern. Auch sollen die Sanierungskosten für das Schlösschen genauer beziffert werden.

Die Überlegungen werden dann mit der katholischen Kirchenverwaltung besprochen, die ein Wertgutachten für das Areal in Auftrag gegeben hat.

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