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Kommt eine zweite Corona-Welle? So steht es in Nürnberg

Klinikums-Chef hofft auf möglichst viele Grippeimpfungen - 13.07.2020 13:48 Uhr

Am Staatstheater, in einem Lebensmittelbetrieb oder in Gemeinschaftsunterkünften von Arbeitskräften: Immer wieder flackerte Corona in den zurückliegenden Tagen auf. Auch zwei Reisende brachten das Virus bei der Rückkehr per Flugzeug mit. In all diesen Fällen reagierte das Gesundheitsamt mit einem inzwischen sehr gut eingespielten Management. Das verhinderte die Ausbreitung der lokalen Infektionsherde.

Das Problem: Nachdem viele Lockdown-Beschränkungen inzwischen wieder aufgehoben wurden, könnte sich das Virus jetzt sehr viel schneller ausbreiten als zwischen März und Mai. Während des Lockdowns hatte jeder Verdachtsfall im Schnitt zwei Kontaktpersonen, die er oder sie angesteckt haben konnte. Aktuell sind es im Schnitt zehn Kontakte je Verdachtsfall, so Walthelm. Ihr Appell deshalb: Weiterhin 1,5 Meter Mindestabstand halten und im Zweifel eine Mund-Nasen-Maske aufsetzen.


Wegen Corona-Fall: Ensemble am Nürnberger Staatstheater in Quarantäne


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Trotz Corona: Erneut Menschen-Auflauf in Nürnberger Innenstadt

Volle Plätze und Gassen, dichtes Menschengedränge und von Masken und Abstand meist Fehlanzeige: Am Samstagabend trafen sich auf Nürnbergs Straßen wieder Hunderte Feierlustige. Besonders voll war es an diesem Wochenende erneut auf dem Platz zwischen Adler- und Kaiserstraße.


Die Krankenhäuser in Nürnberg konnten die erste Corona-Welle medizinisch gut auffangen, berichtet Achim Jockwig, Vorstandschef am Klinikum Nürnberg. Das Klinikum selbst stockte seine Beatmungs-Intensivplätze relativ schnell von 105 auf 208 auf. Diese Kapazitäten wurden zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd ausgeschöpft.


Corona in Nürnberg und der Region: Das ist der aktuelle Stand


Für den Herbst erwarten die Fachleute allerdings eine weitere Welle von Verdachtsfällen. Das muss nicht unbedingt an einer erneuten Ausbreitung des Corona-Virus liegen. Allerdings wird dann jede Erkältung zunächst als Verdachtsfall behandelt werden müssen, so Jockwig. Der Klinikums-Chef hofft, dass möglichst viele Menschen sich im Herbst gegen die Grippe impfen lassen werden, damit wenigstens hier deutlich weniger Corona-Verdachtsfälle entstehen.


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tig

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