Ungewöhnliche Kulturbegegnung

Konzerterlebnis mit Klängen aus Buddhismus, Islam und Christentum

Ressort: Lokales Online..Datum: 18.10.16..Foto: Edgar Pfrogner..Motiv: Kreatives Frühstück, Porträt Wolfgang Heilig-Achneck, Mitarbeiterportrait
Wolfgang Heilig-Achneck

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29.9.2021, 12:55 Uhr
Inspiriert von ihren religiösen Traditionen und bewegt von Musik: Sufis beim Tanz im pakistanischen Lahore.

Inspiriert von ihren religiösen Traditionen und bewegt von Musik: Sufis beim Tanz im pakistanischen Lahore. © ARIF ALI, AFP

Typische Klänge aus drei Weltreligionen sind bei einem außergewöhnlichen Konzert am Freitag, 1. Oktober, in der Reformations-Gedächtnis-Kirche am Nürnberger Stadtpark zu erleben: Hochkarätige Musiker aus der früheren Sowjetunion, die sich in Deutschland zum Ensemble Agios zusammengefunden haben, stellen Musik der orthodoxen christlichen Tradition vor. Die Shakuhachi-Meisterin spielt auf der japanischen Bambusflöte seit dem 14. Jahrhundert überlieferte Musik von Zen-Mönchen. Das Instrument kommt zum Beispiel auch bei der klassischen Teezeremonie zum Einsatz. Und das Ensemble Misafir, schon in sich zusammengesetzt aus Künstlers verschiedener Herkunft, vermittelt den Zauber von Sufi-Traditionen aus Anatolien.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr; Karten zu 15 Euro gibt es an der Abendkasse. Vorgeschaltet ist ab 15 Uhr ein Online-Atelier mit dem Ensemble Agios. Um 17 Uhr schließt sich eine öffentliche Podiumsdiskussion an, die sowohl als Live-Stream als auch persönlich in der Reformations-Gedächtnis-Kirche verfolgt werden kann (Eintritt frei). Schließlich lässt sich auch das Konzert im Internet miterleben - und damit von zuhause aus und weltweit (www.musica-sacra-international.org).

Bei der Gesprächsrunde sind namhafte Vertreterinnen und Vertreter von Hinduismus und Buddhismus, des Judentums und des Islam sowie des Christentums gefordert, zur Rolle und Verantwortung der Religionsgemeinschaften und Kirchen angesichts der vom Menschen ausgehenden Bedrohung für Umwelt und Schöpfung Stellung zu nehmen.

Das Gastspiel ist nicht zuletzt so etwas wie ein Abschiedsgeschenk der bisherigen Maxfelder Pfarrerin Verena Grüter. Sie betreute seit Mai als künstlerische Leiterin das Interreligiöse Festival "Musica Sacra International", das in Nürnberg seinen Abschluss findet.

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