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OB-Wahl: FDP setzt auf Deutschtürken Sormaz

Liberale schreiben bei der Kommunalwahl 2020 Geschichte - 01.07.2019 09:00 Uhr

Sormaz zeigt vor der Landtagswahl auf eines seiner Plakate, das vor der alten Kaufhof-Filiale (Schocken) in der Nürnberger Südstadt hängt. © Roland Fengler


Jahrelang ist er der Vorzeigemigrant der Konservativen. Ümit Sormaz ist Wirtschaftsinformatiker, Vorsitzender des Bürgervereins Nürnberg-Süd und Träger der Integrationsmedaille der Bundesregierung. Und ab 2005 Parteimitglied der CSU.

Als solches schafft er 2013 Historisches: Er wird Bayerns erster CSU-Ortsverbandsvorsitzender mit türkischen Wurzeln. Um dann jedoch 2017 aus der Partei auszutreten und zu den Liberalen zu wechseln. Bei der FDP fühle er sich besser aufgehoben, sagt Sormaz damals.

Viele junge Kandidaten

Nun schreibt Nürnberg dank ihm "erneut Geschichte", heißt es in der Pressemitteilung des FDP-Kreisverbands. Denn die schickt Ümit Sormaz für die Kommunalwahl 2020 als ihren OB-Kandidaten ins Rennen. Also einen "Deutschtürken, der die positive gesellschaftliche Entwicklung der Stadt der letzten Jahre wie kein anderer quasi in seiner Person vereint".

 

 

 

Der 39 Jahre alte Sormaz reiht sich damit ein bei der Riege der jüngeren OB-Kandidaten um Thorsten Brehm (34) von der SPD und Marcus König (39) von der CSU. Die Grünen hatten erst vergangene Woche Verena Osgyan, 48, als ihre Kandidatin bestätigt.

Eine Zukunftsvision von Nürnberg hat Ümit Sormaz schon: "Ich möchte ein Nürnberg, das nicht mehr problemorientiert denkt, sondern lösungsorientiert handelt und dafür werde ich mich mit voller Kraft einbringen.“ Seine politischen Schwerpunkte sieht der Sohn eines Gastarbeiters, der 1982 mit seiner Familie nach Bayern gekommen ist, in der Infrastruktur, zum Beispiel dem Bereich Verkehr und Wohnen, und in der Veränderung der Stadtverwaltung zum Dienstleister.

Sormaz, der ein Bildungsunternehmen führt,  ist "stolz darauf ein Nürnberger zu sein" und "überzeugt mit meinem Hintergrund als OB wirklich auch alle Nürnbergerinnen und Nürnberg vertreten zu können".

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