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Schließungspläne: Nürnberger SPD kritisiert Marktkauf

Sozialdemokraten fordern, die Beschäftigten nicht im Regen stehen zu lassen - 16.11.2018 12:22 Uhr

Die SPD fordert jedenfalls die Konzernleitung auf, ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht zu werden und die Beschäftigten nicht im Regen stehen zu lassen. © Eduard Weigert


"Viele von ihnen sind schon lange im Unternehmen und werden nun einfach vor die Tür gesetzt", kritisiert SPD-Chef Thorsten Brehm. "So geht man mit verdienten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht um." Brehm fordert von der Firma Marktkauf, die zur Edeka-Gruppe gehört, die Beschäftigten dann anderweitig innerhalb des Konzerns unterzubringen. "Selbstverständlich zu Tariflöhnen", unterstreicht der Sozialdemokrat.

Die Schließung des Hauses zum 30. Juni 2019 kam für die SPD ebenso überraschend wie für die Stadtverwaltung. Der Schritt werfe "grundsätzliche Fragen nach der Zukunft des Einzelhandelsstandorts auf". Die SPD bezieht sich dabei vor allem auf den Ladenmieter, dem Umbaupläne für eine neue Edeka-Filiale bereits vorgestellt worden sind. "Stimmen diese Gerüchte, muss man deutlich fragen, ob das ein kühl kalkulierter Schritt ist", meint Ulrich Blaschke, der Wirtschaftssprecher der SPD-Stadtratsfraktion.

Rückkehroption oder Tariflöhne

"Jahrelang wurde dort nicht nennenswert investiert. Jetzt wird geschlossen, saniert und dann eventuell eine Edeka-Filiale eröffnet – wenn es schlecht läuft, mit neuem Personal, das schlechter bezahlt wird als das bisherige", kritisiert Blaschke. Er fordert: "Entweder muss es eine Rückkehroption des bisherigen Personals zu gleichen Konditionen geben oder aber mindestens eine verbindliche Zusage, dass auch in einem neuen Markt am Plärrer Tariflöhne gezahlt werden — egal unter welcher Konzernmarke und egal unter welchem verantwortlichen Unternehmer."

Die SPD fordert jedenfalls die Konzernleitung auf, ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht zu werden und die Beschäftigten nicht im Regen stehen zu lassen. 

j.s.

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