Frisuren

Vor der Fußball-Europameisterschaft: Schwarz-Rot-Gold - im und auf dem Kopf

8.6.2021, 12:45 Uhr
Friseur-Weltmeisterin Sonja Fischer mit Kundin Yves Korell. 

Friseur-Weltmeisterin Sonja Fischer mit Kundin Yves Korell.  © S. Matar

Aktuell hat sie ihrer Neukundin Yves Korell aus Lauf an der Pegnitz einen schwarz-rot-goldenen Haarstyle verpasst. Und die nächsten Termine stehen auch schon an. "Ich bin Friseurin aus Leidenschaft und für mich gilt: Neues Spiel - neuer Kopf - neue Herausforderung", sagt die 48-Jährige, die einen Friseursalon in Diepersdorf betreibt.

Kunden mit vielen Ideen

In der Regel setze sie die Ideen ihrer Kunden um, sagt die Creativdirektorin beim Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerk. Die meisten wollten die Deutschland-Farben in ihren Haaren sehen, aber sie habe auch schon zum Beispiel die italienische Fahne in die Frisur integriert.

Gerne erinnert sie sich an einen Kunden, der sich bei den Fußball-Turnieren zwischen 2006 und 2010 einen Ball in die Haare schmücken ließ. "Da war alles dabei, selbst Strichcode und Pumploch."

Weltmeisterin in punkto Haarkunst

Leider habe der Kunde inzwischen nicht mehr so viele Haare, deswegen sei das Experiment nicht mehr wiederholbar. Fischer, die in ihrem Handwerk 2008 selbst den Weltmeistertitel erlangte, lässt sich auch von den Fußballerfrisuren inspirieren. Früher seien die Kicker aus Modesicht nicht gerade Trendsetter gewesen. "Aber ich würde sagen, dass sich das seit den Zeiten von David Beckham geändert hat." Schade findet es Fischer, dass sich beim Lockdown viele Fußballer offenkundig nicht an die Auflagen gehalten haben und stets akkurat geschnitten daher kamen.

Daumendrücken für Löw

Ihren Spaß an der anstehenden Europameisterschaft lässt sie sich aber von solchen Gedanken nicht nehmen. Dem scheidenden Bundestrainer Joachim Löw, dessen Haarpracht sie bewundert, würde sie zum Abschied den EM-Gewinn gönnen.

"Aber es muss alles passen, dass es für den Titel reicht." In Sachen Frisur passt für Yves Korell jetzt schon alles. Ihre Kundin sei "mega-happy" mit den Nationalfarben im Haar, sagt Fischer. Die Spiele können beginnen.

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