Mobiltät

Weltfahrradtag: Warum Radfahren so gut ist - und wo es Probleme gibt

2.6.2021, 13:49 Uhr
Am Donnerstag, 3. Juni, ist Weltfahrradtag. 

Am Donnerstag, 3. Juni, ist Weltfahrradtag.  © Hendrik Schmidt, dpa

Die Vereinten Nationen (UN) haben den Weltfahrradtag 2018 ins Leben gerufen, um darauf aufmerksam zu machen, welche gesellschaftlichen Vorteile es gibt, wenn mehr Menschen ein Fahrrad nutzen, berichtet Nicola Mögel vom ADFC. "Das sind zum einen individuelle und gesellschaftliche Vorteile wie die Gesundheit der Radfahrenden oder das nachhaltige Rücksichtnehmen auf seine Mitmenschen, aber vor allem auch gesamtgesellschaftliche Vorteile wie weniger Verkehrslärm, weniger Luftverschmutzung", erklärt sie.

Weiterhin sei der Radverkehr ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende, die angesichts des Klimawandels dringend notwendig sei. "Wer Fahrrad statt Auto fährt, spart Kohlendioxid", sagt sie und verweist auf das Ziel 13 der UN für nachhaltige Entwicklung. Darin wird gefordert, dass umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergriffen werden müssen.

Bereits 1998 wurde der Europäische Tag des Fahrrads eingeführt, berichtet die stellvertretende Kreisvorsitzende des ADFC. "Er thematisiert jährlich, dass das die Mobilität mit dem Fahrrad – neben dem Zufußgehen - die umweltfreundlichste, gesündeste und sozial verträglichste Form der Mobilität darstellt", so Nicola Mögel.


Mobilitätspakt statt Radentscheid


Wegen Corona konnte der ADFC Nürnberg heuer keine Veranstaltung für den 3. Juni planen. Allerdings habe die Pandemie dem Radfahren einen enormen Aufschwung beschert, weiß Mögel. "Vor allem E-Bikes stehen hoch im Kurs. Auch wenn viele Menschen in der aktuellen Pandemie gar nicht ins Büro pendeln, ist die Anzahl der regelmäßigen Radlerinnen und Radler in der Coronazeit gestiegen. Wir freuen, dass jetzt zum Anfang Juni unter den notwendigen Hygieneauflagen die ersten Radtouren wieder starten dürfen", sagt Nicola Mögel.

Auf jeden Fall dabei ist der ADFC beim Stadtradeln in Nürnberg vom 2. bis 22. Juli 2021 als Team "Verkehrswende Nürnberg". "An der Aktion können alle, die in Nürnberg wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule oder Hochschule besuchen, mitmachen und sind herzlich eingeladen, dem Team ,Verkehrswende Nürnberg‘ beizutreten", sagt Mögel.

Nicola Mögel setzt sich für besseren Bedingungen für Radlerinnen und Radler in Nürnberg ein.

Nicola Mögel setzt sich für besseren Bedingungen für Radlerinnen und Radler in Nürnberg ein. © Stefan Hippel, NN

Der Kreisvorsitzender des ADFC und Kapitän des Teams, Markus Stipp, fügt hinzu: "Wir können als Team ,Verkehrswende Nürnberg‘ noch gut Verstärkung brauchen und das nicht nur beim Stadtradeln. Die Verkehrswende in Nürnberg duldet keinen Aufschub mehr", sagt er.


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Nicola Mögel sieht noch deutlichen Handlungsbedarf für Radfahrer in Nürnberg: "Beim letzten ADFC-Fahrradklimatest landete das Thema Radwegeparken in Nürnberg ganz hinten. Die Nürnberger Teilnehmenden bewerteten die Falschparkerkontrolle auf Radwegen mit der Schulnote 5,4 und damit am schlechtesten von allen Kriterien", berichtet sie.

Nicht nur in Fürth, wie hier in der Hirschenstraße, blockieren Fahrzeuge den Radweg. Auch in Nürnberg sorgen rücksichtslose Parker für Ärger. Der ADFC plant eine Aufklärungsaktion. 

Nicht nur in Fürth, wie hier in der Hirschenstraße, blockieren Fahrzeuge den Radweg. Auch in Nürnberg sorgen rücksichtslose Parker für Ärger. Der ADFC plant eine Aufklärungsaktion.  © Wolfgang Händel, NN

Auf diese Situation macht der ADFC anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit am 19. Juni aufmerksam: Am Wochenende vom 18. bis 20. Juni 2021 findet eine Falschparker-Aktion statt: "Dabei werden Radwegparkerinnen und -parker mit Post-Its darauf aufmerksam gemacht, dass sie sprichwörtlich im Weg stehen. "Auf einem Rad- oder Gehweg zu parken und sei es noch so kurz, ist egoistisch und bringt Radfahrerinnen und Radfahrer und Fußgängerinnen und Fußgänger in Gefahr. Die Aktion richtet sich nicht nur gegen das Radweg-Parken im engeren Sinne, sondern auch gegen das Parken an Einmündungen, im Kreuzungsbereich – insbesondere an Radrouten – und auf Gehwegen", erklärt Nicola Mögel.

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