Donnerstag, 15.04.2021

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Ausbildungszahlen sind heuer erneut gestiegen

Trotz Corona gibt es ein positives Fazit - 07.10.2020 14:03 Uhr

Berichte von Obermeister und Lehrlingswart, turnusgemäße Neuwahlen und ein Vortrag zum Thema Arbeitszeugnisse standen auf der Tagesordnung der Jahresversammlung der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Mittelfranken-Süd.

In seinem Jahresrückblick ging Obermeister Karlheinz Vogt, Allersberg, auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein. Er berichtete ebenso von den Landesverbandsveranstaltungen und den dort vorgestellten Neuerungen. Coronabedingt seien einige Termine ausgefallen, andere wurden online abgehalten.

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Nach seinem Bericht informierte der Obermeister über aktuelle Themen wie die Legionellenproblematik und den Nachweis einwandfreier Trinkwasserbeschaffenheit. Auch sprach er über die neue Wohnungslüftungsnorm, die neue Heizlastnorm und im Spenglerbereich über die Anforderungen an Haften und Schneefangsysteme beim Blechdach.

Gute Zusammenarbeit

Zum Thema Auszubildende informierte anschließend Lehrlingswart Karl Eitel, Spalt, der sich gleich zu Beginn für die gute Zusammenarbeit bei der anwesenden Lehrkraft der Berufsschule Roth, Christoph Weinhardt, bedankte.

Die Teilnahme der Innung am Berufsparcours bewertete er sehr positiv, aber empfahl den Betrieben darüber hinaus auf die Schulen vor Ort zuzugehen und Schnupper-Praktika anzubieten. So könne der Schüler Beruf und Betrieb ganz ungezwungen kennen lernen.

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Die Ausbildungszahlen sind dieses Jahr erneut gestiegen, so Eitel. Unter den aktuell 102 Lehrlingen in Mittelfranken-Süd sind 95 Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klima, vier Klempner und drei Mechatroniker für Kältetechnik.

Studienrat Christoph Weinhardt von der Berufsschule Roth sprach zum Thema Ausbildung und berichtete von 31 Auszubildenden im ersten Lehrjahr. Man sei personalmäßig gut aufgestellt und die Räumlichkeiten würden aktuell einer Generalsanierung unterzogen.

"Außer der Bodenplatte ist derzeit nichts mehr in der alten SHK-Abteilung vorhanden", so der Oberstudienrat. Insgesamt sei man gut durch Lockdown-Phase gekommen, denn aufgrund der Blockbeschulung sei zum Beispiel im ersten Lehrjahr nur eine Woche Unterricht ausgefallen. Er bewerte dies als einen sehr erfreulichen Zufall, denn entfallenen Unterricht könnten besonders schwächere Schüler durch Eigeninitiative nicht kompensieren.

Anforderungen steigen

Die Anforderungen in der Ausbildung stiegen von Jahr zu Jahr, so Weinhard – die Defizite vieler Schulabgänger leider auch.

Die im Anschluss von Geschäftsführer Sebastian Dörr vorgelegte Jahresrechnung 2019 wurde ebenso einstimmig wie der Haushaltsplan für 2020 genehmigt, nachdem die beiden Revisoren Klaus Röck, Schwabach, und Thomas Haberecker, Wendelstein, eine ordnungsgemäße Führung der Unterlagen bestätigt, Genehmigung und Entlastung beantragt hatten.

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07.10.2020 © .


Bei den Neuwahlen wurden alle Amtsinhaber bestätigt: Karlheinz Vogt als Obermeister, Rudolf Pfaller, Heideck, und Rüdiger Herzog, Wettelsheim, als seine beiden Stellvertreter. Als Lehrlingswart Karl Eitel, Spalt, und als Schriftführer Wolfgang Herrmann, Weißenburg. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt: Hans Dietrich Felsner, Pappenheim, Harald Wechsler, Georgensgmünd, und Athansios Zamanikas, Roth, sowie Sven Steinmüller, Rednitzhembach. Auch die Revisoren Thomas Haberecker und Klaus Röck wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Abschließend stand das Thema "Arbeitszeugnisse – was ist wichtig" auf der Tagesordnung. Sebastian Dörr informierte über die rechtlichen Grundlagen sowie Anforderungen an ein Arbeitszeugnis, bis hin zu Verjährungsfristen und Schadensersatz-Ansprüchen. Das sensible und streitanfällige Thema beschäftige nicht selten die Arbeitsgerichte, so Dörr. Doch das Bundesarbeitsgericht habe den Betrieben mit einem wegweisenden Urteil den Rücken gestärkt.

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