Das Rother Impfzentrum hat den Betrieb aufgenommen

9.2.2021, 16:35 Uhr
Das Rother Impfzentrum soll nicht nur seinen Zweck erfüllen. Der Kunstverein Spectrum stellt dort unter dem Motto „Kunst und Impfung machen Hoffnung“ Bilder aus und wertet so die Einrichtung auf.

Das Rother Impfzentrum soll nicht nur seinen Zweck erfüllen. Der Kunstverein Spectrum stellt dort unter dem Motto „Kunst und Impfung machen Hoffnung“ Bilder aus und wertet so die Einrichtung auf. © Landratsamt Roth

Lange mussten Bürgerinnen und Bürger darauf warten, nun herrscht im Rother Impfzentrum endlich Betrieb. Am Dienstag wurden die ersten 42 Landkreisbürger dort geimpft – alle kommen aus der Risikogruppe I, sind also mehr als 80 Jahre alt oder Teil des medizinischen Personals.


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In dieser Größenordnung soll es in den nächsten Tagen weiter gehen. Für Mittwoch sind 50, am Donnerstag und Freitag je 45 Termine vergeben – alle dann Geimpften stammen ebenfalls aus Gruppe I.

Auf die Auswahl der Menschen haben das Landratsamt oder Vitolus, der Betreiber des Impfzentrums, keinen Einfluss, so Andrea Raithel, die Pressesprecherin des Landratsamtes. Diese Entscheidung fällt im Hintergrund des bayernweiten Online-Portals zur Impf-Anmeldung. 

Heinrich Giebitz aus Spalt (Jahrgang 1928) wurde als einer der Ersten geimpft.

Heinrich Giebitz aus Spalt (Jahrgang 1928) wurde als einer der Ersten geimpft. © Landratsamt Roth

Der Start in der Gildestraße verlief reibungslos, so Pressesprecherin Raithel. Parallel zu den Impfungen dort waren auch wieder zwei mobile Teams in den Seniorenheimen unterwegs, um dort Zweitimpfungen zu setzen. Dort ist die Prozedur beinahe abgeschlossen: Am 31. Januar wurde die letzte Erstimpfung gegeben. Nun fehlen noch die letzten Zweitimpfungen, die mit 21 Tagen Verzögerung erfolgen sollen.

Seniorenheime bald durch

Mit dem Abschluss der Kampagne in den Seniorenheimen treten die Einrichtungen für Menschen mit Behinderung in den Fokus. Zwar wurden beispielsweise am Auhof bereits die ersten Bewohner geimpft, allerdings war damals das Alter der ausschlaggebende Faktor.

Nun kommen die Menschen dort im Rahmen der Impfverordnung an die Reihe. Parallel dazu wurden 8583 Briefe an Landkreisbewohner über 80 Jahre verschickt, die nun ebenfalls eine Erstimpfung erhalten können.

Für diese Menschen sind zunächst 451 Dosen aus der nächsten Lieferung reserviert, weitere 44 sind für Zweitimpfungen vorgesehen. 

Parallel zum großen Impfzentrum in Roth ist das Landratsamt dabei, ein Netz von kleineren Zentren in den einzelnen Gemeinden aufzubauen. Sobald diese einsatzbereit sind, vereinfachten sich Anmeldung und Anfahrt. 

Impfen soll vor Ort möglich sein

Die Online-Anmeldung ist nicht unkompliziert. Zwar stehen auch Telefonnummern bereit (116 117 und 09171-812345), die Anfahrt muss jedoch selbst organisiert werden. Hier regen sich zwar bereits die ersten Nachbarschaftshilfen. Doch wirklich einfacher wird es erst mit der Impfung vor Ort. Mit einem weiteren Brief von den Bürgermeistern soll es dann möglich sein, sich wiederum schriftlich in Nähe des Wohnortes anzumelden.


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Einen Haken hat die Sache: Wer sich bereits zentral registriert hat, also für das Impfzentrum, kann nicht mehr in die Zentren in der eigenen Gemeinde wechseln: Die Daten der einzelnen Personen müssten im Landratsamt händisch aussortiert werden.

So sieht es im Impfzentrum aus.